Felicia Gumprich belegt 1. Platz bei „Jugend musiziert“

Korbach: Die Beste an der Trompete

Große Freude: Die 14-jährige Trompeterin Felicia Gumprich hat beim Regionalentscheid „Jugend musikziert“ den ersten Platz belegt. Rainer Horn von der Korbacher Musikschule unterrichtet sie seit rund neun Jahren. Für das Bild hat sie die Maske kurz abgenommen.
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Große Freude: Die 14-jährige Trompeterin Felicia Gumprich hat beim Regionalentscheid „Jugend musikziert“ den ersten Platz belegt. Rainer Horn von der Korbacher Musikschule unterrichtet sie seit rund neun Jahren. Für das Bild hat sie die Maske kurz abgenommen.

Die 14-jährige Trompeterin Felicia Gumprich aus Rhenegge hat beim nordhessischen Regionalentscheid „Jugend musikziert“ den ersten Platz belegt.

Korbach/Rhenegge - Der Wettbewerb war dabei für alle Beteiligten außergewöhnlich: Drei Stücke aus drei Epochen musste sie in der Korbacher Musikschule auf Video aufnehmen, am 5. Februar bewerteten die Juroren in Kassel das Spiel schließlich online – mit bestem Ergebnis für die junge Rheneggerin.

„Ich wusste, dass es eine wichtige Aufnahme ist. Aber man hatte gar nicht das Gefühl, vor einer Jury zu spielen, es war eher wie eine Übungsstunde. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich den ersten Preis mache. Jetzt bin ich erst mal froh, dass es so gut geworden ist“, sagt die junge Frau, die eine Musikklasse der Christian Rauch Schule in Bad Arolsen besucht.

Seit der ersten Klasse nimmt sie Musikunterricht in der Korbacher Musikschule, die von Rainer Horn geleitet wird. „Ich wollte unbedingt ein Instrument spielen, das musikzugtauglich ist. Am Anfang habe ich Schlagzeug gespielt, aber meiner Mutter war das zu laut. Nach vier Wochen habe ich zu Trompete gewechselt. Und das macht mir richtig Spaß“. Auch ihre drei Geschwister spielen Instrumente.

„Seitdem vor einigen Jahren ein Nachbar mal die Polizei wegen Ruhestörung rief mache ich jetzt immer das Fenster zu, wenn ich übe“, sagt die 14-jährige und lacht. An der Trompete wurde sie von Anfang an von Rainer Horn unterrichtet, ein Mal die Woche anfangs eine halbe Stunde, seit anderthalb Jahren eine Dreiviertelstunde – sie bekommt auch Hausaufgaben und soll täglich üben. „Ich übe auch täglich, aber zwei Mal die Woche spiele ich nur das, was ich möchte.“

Das junge Nachwuchstalent unter Corona-Bedingungen auf den Wettbewerb vorzubereiten „war schon eine Herausforderung“, sagt Rainer Horn: „Wir geben viel Online-Unterricht, aber wenn es um viel geht, Details herausgearbeitet werden müssen, ist Präsenzunterricht nötig.“ Seit vergangenem Sommer stand der Wettbewerb im Fokus, einstudiert hat Felicia Gumprich den 4. Satz (Allegro) aus dem Konzert Es-Dur von Albinoni , den 2. Satz (Andante) aus dem Konzert Es-Dur von Haydn und schließlich drei Sätze aus der Sonate für Kornett und Klavier op. 18 von Thorvald Hansen. Am Klavier wurde sie von Larisa Urich begleitet.

„Sie spielt mit 14 Jahren Stücke, die ich ihr eigentlich noch gar nicht anbieten würde. Sie hat sich sehr entwickelt, großes Potenzial – und sie hat Freude am Spiel“, lobt Rainer Horn. Nun hofft Felicia Gumprich, bald wieder bei Konzerten spielen zu können, „denn die machen mehr Spaß als Wettbewerbe“. Und im Herbst soll ein Praktikum beim Heeresmusikkorps Kassel folgen. Marianne Dämmer

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