Viel Neues für die Kinder

Korbach: Kita-Alltag wird nach Pfingsten völlig anders verlaufen

+
Spielen in kleinen Gruppen: So ist die Notbetreuung in der Korbacher Kita Sonnenschein abgelaufen. Hier Erzieherin Kirsten Hering mit Emma und Anna.

Rund 70 Prozent aller Kindergartenkinder in Korbach und den Ortsteilen dürfen nach Pfingsten wieder in die Betreuungseinrichtungen gehen.

Normalerweise sind mehr als 900 Kinder in den Kindergärten in der Kernstadt und den Ortsteilen angemeldet.

Damit strebt die Stadt eine höhere Belegung an, als vom Landkreis empfohlen worden ist. Von der Kreisverwaltung hieß es, dass aus Gründen des Infektionsschutzes höchstens die Hälfte der Kita-Plätze belegt werden sollte. Die Stadt will aber deutlich mehr Räume nutzen, um Plätze zu schaffen.

Man müsse die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen, argumentiert Bürgermeister Klaus Friedrich. Die Vorgaben des Landes und die Empfehlungen des Landkreises seien sinnvoll und nachvollziehbar. „Gleichzeitig bieten sie den Kommunen durchaus Spielraum, um verantwortungsvoll Entscheidungen vor Ort treffen zu können“, so die Stadt. Jetzt sind zum Beispiel weitere Kita-Gruppen in Mehrzweckhallen und Dorfgemeinschaftshäusern geplant. Für die Betreuung im Freien sollen Außengelände der Kindergärten, der Wald, Sportplätze und Spielplätze genutzt werden.

Bis zu 15 Kinder sollen demnach in einer Gruppe unterkommen. Das bedeutet, dass die Gruppen neu eingeteilt werden. Die Zeiten für die Betreuung werden verkürzt. „Es gibt aber in allen größeren Einrichtungen zumindest eine Gruppe, die eine Betreuungszeit von bis zu acht Stunden gewährleisten kann“, kündigt der Büroleiter Ralf Buchloh an.

Unter den außergewöhnlichen Umständen der Coronakrise müssten alle Beteiligten äußerst flexibel und zügig reagieren, betont der Bürgermeister. So müsse man akzeptieren, dass lange Vorlaufzeiten für die Organisation der Betreuung zurzeit eben nicht möglich seien. Die Familien seien am Freitag über die Betreuungsmöglichkeiten informiert worden, die ab dem 2. Juni gelten werden.

Ein Ziel sei es, jetzt auch berufstätige Eltern zu entlasten, die nicht zu den sogenannten systemrelevanten Gruppen gehören. „Es ist eine große logistische Herausforderung, die Bedarfe und Angebote neu zu strukturieren sowie zu organisieren.“ Neben den zusätzlichen Betreuungsorten kämen nun auch viele neue Regeln auf die Eltern, Kinder und Beschäftigten zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare