Mehr als 200 Teilnehmer an der Kliianskirche

Korbach: Mahnwache gegen Intoleranz und Gewalt

„Wir wollen nicht zulassen, dass dieses gute Land zerstört wird“: Anette Pries sprach zu über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor der Kilianskirche. Foto: hans peter Osterhold

Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Freitagabend an der Kilianskirche versammelt, um der Opfer der Morde in Hanau zu gedenken und gleichzeitig gegen rechte Hetze in Deutschland zu protestieren.

Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien aus Stadt-, Kreis- und Landespolitik, Vertreter von Kirchen, Unternehmen und Bürgerinitiativen waren dabei. In kurzen Reden wurden die Anliegen der Veranstalter deutlich gemacht.

Anette Pries vom „Bürgerbündnis für ein weltoffenes und tolerantes Korbach“ machte deutlich, dass die elf Opfer nicht Opfer eines Irren seien, sondern Opfer einer rechtsterroristischen Ideologie, Opfer derjenigen, „die die Atmosphäre schaffen, in der sich Mörder getragen und gerechtfertigt fühlen“. „Wir wollen nicht zulassen, dass dieses gute Land zerstört wird“.

Für Bürgermeister Klaus Friedrich war die Veranstaltung ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern und gleichzeitig ein Signal gegen Rassismus und rechte Gewalt gegen den Rechtsstaat.

Auch Dekanin Eva Brinke-Kriebel brachte ihr Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer von Hanau zum Ausdruck.

Muhammet Balkan von der islamischen Gemeinde rief dazu auf, gemeinsam gegen Rassismus und für das Gute zu kämpfen und zitierte aus dem Grundgesetz.

Karl-Heinz Stadler von der Arbeitsgruppe „Region gegen Rassismus“, mahnte, dem „Alltagsrassismus“ nicht unwidersprochen zu begegnen. Auch müsse sich der demokratische Staat in diesem Zusammenhang eindeutig vom Gedankengut der AfD distanzieren. VON HANS PETER OSTERHOLD

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