Abschied mit Konzert

Korbach: Nikolaikirche schließt wegen Sanierung für rund eineinhalb Jahre

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Stecken symbolisch den Schlüssel ins Türschloss an der Nikolaikirche: (von links) die Pfarrer Steffen Blum, Manuela Wolske und Merle Blum. Das Gotteshaus wird ab dem 3. Februar wegen Sanierung geschlossen.

Der Abschied vom Gotteshaus wegen der Anfang Februar beginnenden Sanierung soll einen würdigen Rahmen erhalten.

 Einfach so die Tür der Korbacher Nikolaikirche abschließen, das wollen Merle Blum, Manuela Wolske und Steffen Blum nicht – das stellen die drei Pfarrer nur für das symbolische Foto nach.  Es komme schließlich nicht alle Tage vor, dass eine Kirche rund eineinhalb Jahre lang für die Gläubigen unzugänglich sein werde, betont Steffen Blum und fügt hinzu: „Wir werden uns daher mit einem Konzert und einem Gottesdienst von der Kirche verabschieden.“

Konkret lädt die Stadtkirchengemeinde für Samstag, 1. Februar, um 19.30 Uhr zu einem zweistündigen Konzert mit „Get Up!“ in die Nikolaikirche ein. Hierbei handelt es sich um den Gospelchor der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Für die Mitglieder von „Get Up“ ist Korbach kein unbekannter Auftrittsort. Schon beim Hessentag 2018 hatten sie ihr Können unter Beweis gestellt.

Im Repertoire hat „Get Up!“ vor allem Contemporary-Gospel aus den USA. Der Schwerpunkt liegt auf Songs von Kirk Franklin. Bei Konzerten arbeitet der 25-köpfige Chor mit einer Profi-Band zusammen. Chorleiter ist Kirchenmusikdirektor Peter Hamburger, Kantor für Popularmusik der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Doch damit nicht genug: Das feierliche Abschied-Nehmen von der Nikolaikirche findet erst am nächsten Tag – am Sonntag, 2. Februar – mit einem Gottesdienst seinen würdigen Abschluss. Dieser beginnt um 10.45 Uhr und wird die Besucher ebenfalls mit viel Musik erfreuen.

Zum einen wird Organistin Petra Bangert die Orgel in der Nikolaikirche zum Klingen bringen. Zum anderen hat das Eisenberg-Ensemble sein Kommen angekündigt. Der Bläserkreis besteht aus Mitgliedern der Posaunenchöre im Nordbereich des Posaunenwerks der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er wird geleitet von Landesposaunenwart Andreas Jahn.

Mit den umfangreichen Instandsetzungsarbeiten soll dann direkt am Montag, 3. Februar, begonnen werden. Ab diesem Tag ist die Korbacher Nikolaikirche geschlossen, damit die rund 2,7 Millionen teure Sanierung ohne Probleme starten und in den kommenden rund eineinhalb Jahren umgesetzt werden kann. „Ziel ist, dass wir spätestens Weihnachten 2021 wieder Gottesdienste in der Nikolaikirche feiern können“, sagt Steffen Blum und hat schon mal einen Puffer berücksichtigt. Schließlich könnten Bau-Projekte durchaus auch mal etwas länger dauern als ursprünglich geplant.

Solange die Nikolaikirche geschlossen ist, finden Gottesdienste, Trauungen oder andere Veranstaltungen in den anderen Gotteshäusern (Kilian, Markus, Johannes) der Korbacher Stadtkirchengemeinde statt. „Wir sehen dies auch als Chance für unsere Gemeindeglieder, einmal die anderen Kirchen kennenzulernen“, sagt Pfarrerin Manuela Wolske. Ihre Kollegin Merle Blum ergänzt: „Auf der Homepage der Stadtkirchengemeinde und in der Glocke sind die Orte und Termine alle zu finden.“

Karten für das Gospelkonzert am Samstag, 1. Februar, 19.30 Uhr in der Nikolaikirche gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Co-Libri in Korbach für zwölf Euro (Erwachsene) und acht Euro (Kinder und Jugendliche). Tickets gibt es zudem an der Abendkasse. Diese kosten 15 und zehn Euro.

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