Mittelalterliche Stadt Korbach lässt sich auf vielfältige Weise erleben

Goldbergbau, Spalte und Führungen

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Attraktion bei jeder Stadtführung in Korbach: das Südportal der Kilianskirche. 

Ob Altstadt, Goldspur Eisenberg oder Besucherbergwerk, Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH oder eine Reise durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte – Hessens einzige Hansestadt hat für ihre Gäste einiges zu bieten. Hier ein Blick auf die schönsten Seiten Korbachs.

In Korbach steckt Gold, viel Gold. Bereits im Mittelalter hat man aus der größten Goldlagerstätte Deutschlands, dem Eisenberg, über eine Tonne Gold gefördert. Heute können Besucher den Spuren der Goldsucher auf der „Goldspur Eisenberg“ folgen: zwei Rundwege zeigen, wo schon vor vielen Jahrhunderten nach Gold gegraben wurde. Interessant ist eine Führung durch das Besucherbergwerk im Ortsteil Goldhausen (aktuelle Termine: www.goldspur-eisenberg.de) – mit der Gästekarte „MeineCardPlus“ ist der Besuch unter Tage kostenlos.

Die goldenen Seiten der mittelalterlichen Hansestadt zeigt Ihnen der interaktive stadtgeschichtliche Rundgang „Zwischen den Mauern“. Hier ist der Name Programm: Der 2,1 km lange Rundweg führt zwischen den zwei mittelalterlichen Stadtmauern einmal um die historische Altstadt herum. Der Start ist direkt am Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH. Auf zehn Stationen erfahren Besucher Interessantes und Kurioses aus der Stadtgeschichte und lernen die vielen modernen Facetten Korbachs kennen.

Geschichte, lebendig aufbereitet

Noch mehr Geschichte(n) aus Korbach gibt es in der interaktiven App „Schatzsuche“ der GrimmHeimat NordHessen (für Android und iOS erhältlich). Zu jeder Station des Rundwegs „Zwischen den Mauern“ enthält die App zusätzliche Informationen, Märchen und Sagen aus der Stadtgeschichte und eine Rätselfrage, die man beantworten kann. Wenn alle Fragen richtig beantwortet wurden, gibt es in der Tourist-Information eine kleine Überraschung.

Mit der Schatzsuche-App kann man die Städte Nordhessens, deren Sehenswürdigkeiten und Geschichten neu entdecken.

Interessante Ausstellung im Dachgeschoss des Geo-Foyers im Kalkturm.

Sollte zwischendurch eine Pause benötigt werden, so laden zahlreiche Cafés und Restaurants in der Altstadt zum Verweilen ein.

Überhaupt das Museum – mehrfach preisgekrönt ob seiner Gestaltung aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur informiert es über die mehr als 1000-jährige Geschichte der Hansestadt Korbach, die Vor- und Frühgeschichte der Region und ist zugleich die zentrale Informationsstelle des Nationalen Geoparks GrenzWelten. Für Kinder gibt es in jeder Abteilung spezielle interaktive Ausstellungselemente – immer in der Farbe Gelb gekennzeichnet. Mit der Gästekarte „MeineCardPlus“ haben Gäste freien Eintritt (Di - So und an Feiertagen 11 -16.30 Uhr).

Wer noch tiefer in Gesteine und die Erdgeschichte abtauchen möchte, sollte den ältesten Korbacher besuchen: Procynosuchus, der „Korbacher Dackel“, lebte vor 250 Millionen Jahren und ist eigentlich gar kein Hund, sondern ein Säugetier ähnliches Reptil – sozusagen einer unserer ältesten Vorfahren. Führungen an der Fossilienfundstätte „Korbacher Spalte“ (Frankenberger Landstraße 22) gibt es jeden Sonntag um 11.15 Uhr.

Eine besondere Führung speziell für Kinder und Familien findet am Donnerstag, 8. August, ab 10 Uhr statt. Ausführliche Ausstellungen im GeoFoyer Kalkturm Korbach (in direkter Nachbarschaft gelegen) sowie im Wolfgang-Bonhage-Museum in der Korbacher Altstadt informieren über die zweitälteste fossilführende Erdspalte der Welt.

Wer die Stadt oder das Museum nicht auf eigene Faust erkunden will, kann natürlich an einer der zahlreichen thematischen Gästeführungen teilnehmen.

Regelmäßige Stadtführungen gibt es dienstags ab 14.30 Uhr und samstags ab 10.30 Uhr (Treffpunkt: Tourist-Information), regelmäßige Museumsführungen jeweils am 2. und 4. Samstag im Monat ab 14.30 Uhr (jeweils kostenfrei mit „MeineCardPlus“).

Übrigens: am 10. August zwischen 12 und 18 Uhr steigt das Korbacher Spielfest für Klein und Groß im Stadtpark.

Weitere Infos gibt es bei der Tourist-Information, Stechbahn 2, Tel. 05631/53-232, im Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH, Kirchplatz 2, Tel. 05631 53-289 oder online unter www.hansestadt-korbach.de.

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