"Die verlorene Tochter"

Gedreht in Korbach: ZDF-Serie ist der Quotenhit

Vor der Polizei "Lotheim": Die Korbacherinnen Aglaia Ludwig (vorne von links) und Nicole Schäfer als Statistinnen in der ZDF-Serie "Die verlorene Tochter".
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Vor der Polizei "Lotheim": Die Korbacherinnen Aglaia Ludwig (vorne von links) und Nicole Schäfer als Statistinnen in der ZDF-Serie "Die verlorene Tochter".

Korbach ist teilweise Schauplatz der ZDF-Serie "Die verlorene Tochter". Der Sechsteiler zeigt sich mit beachtlichem Star-Aufgebot.

Korbach – Mit einem beachtlichen Star-Aufgebot ist die Mini-Serie „Die verlorene Tochter“ in dieser Woche im ZDF gelaufen. Gedreht wurde der Sechsteiler von September bis Dezember 2018 unter anderem in Korbach, am Diemelsee und an der Edertalsperre.

Schon mit dem Auftakt schaffte der Sender am Montag einen Tagessieg bei den Einschaltquoten um 20.15 Uhr. Die erste Folge der Serie, die sich um die Rückkehr eines lange Jahre vermissten Mädchens dreht, sahen 5,36 Millionen Menschen im ZDF. Damit wurden die Konkurrenzsendungen wie „Undercover Boss“ oder „Goodbye Deutschland“ deutlich in die Schranken gewiesen.

In „Die verlorene Tochter“, die verschwindet die junge Isa von Gems – verkörpert von Schauspielerin Henriette Confurius – spurlos. Ihre Familie glaubt bereits nicht mehr daran, dass sie noch am Leben ist, da taucht die wie aus dem Nichts wieder auf. Die große Frage: Was ist in den vergangenen zehn Jahren passiert? Das ZDF beleuchtet das Schicksal der Tochter einer Brauerei-Familie in sechs Folgen aus sechs Perspektiven.

In der Serie steht Brauereitochter am Fuß der Diemelsee-Staumauer in Helminghausen. Der gescheiterte Polizeibeamte Peter Wolff (Götz Schubert) schwimmt eine Runde zum Abreagieren durch den Diemelsee bei Heringhausen, das Korbacher Rathaus wird zur Bankfiliale und das Ufer zwischen Sperrmauer und Waldeck-West am Edersee wird zur Kulisse für eine spektakuläre Unfall-Szene.

Lotheimer Bank im Rathaus Korbach: Saskia Schindzielorz aus Berghofen (links) hat eine kleine Sprechrolle als Bankangestellte, rechts Schauspieler Götz Schubert.

Vor der Kamera stehen nicht nur professionelle Schauspieler, sondern auch zahlreiche Statisten und Komparsen aus der Region. Saskia Schindzielorz aus Berghofen beispielsweise hat eine kleine Sprechrolle als Bankangestellte im digital zur „Lotheimer Bank“ retuschiertem Korbacher Rathaus.

Die 36-Jährige spielt in Folge 1 eine Bankangestellte, die Peter Wolff (Götz Schubert) wegschickt, als er Fahndungsplakate für die vermisste Isa von Gems in der Bank aufhängen will. „Dass ich sogar eine Sprechrolle habe, habe ich erst am Drehtag in Korbach erfahren“, erzählt Saskia Schindzielorz. „Ich habe kurz erklärt bekommen, worum es in der Szene geht, und durfte meinen Text dann frei sprechen.“ Als die Folge am Montagabend ausgestrahlt war, sei sie von etlichen Freunden und Bekannten darauf angesprochen worden.

Als Polizistin in Zivil ist Komparsin Aglaia Ludwig in der Serie zu sehen. „Es war super spannend und eine tolle Erfahrung, da mitzumachen. Die Leute waren sehr nett und locker, selbst die Schauspieler waren kontaktfreudig“, erinnert sich die Korbacherin an die Dreharbeiten in der alten Polizeistation in der Hagenstraße. Dabei spielte sie übrigens an der Seite von Nicole Schäfer. Die Polizeibeamtin aus Korbach hat ebenfalls eine Szene in einer kleinen Nebenrolle – in ihrer echten Uniform.

Dass die Region in der Serie zum fiktiven „Lotheim“wird, ist übrigens eine Anspielung für Eingeweihte, denn dass die Miniserie in Korbach, am Eder- und am Diemelsee gedreht wurde, war kein Zufall: Das Drehbuch hat der in Schmittlotheim aufgewachsene Autor Christian Jeltsch geschrieben.

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