So klingt die Region: Start für WLZ-Serie "Musiker im Porträt"

Davy Jones & the Mainflowers": Sechs Freunde, eine Band

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Davy Jones & the Mainflowers: (von links) Nils Sauerland, Sebastian Dittrich, Chris Peel, Till Rupprath, Dennis Ott und Giuseppe La Cagnina.

Korbach – Ob Rock, Pop, Soul oder Heavy Metal: Zahlreiche Solokünstler und Bands aus dem Waldecker Land sorgen für handgemachten Sound. In einer Serie stellen wir Musiker vor. Heute: Davy Jones & the Mainflowers.

Mit einer Melodie im Kopf geht es los. „Ich summe oder pfeife immer eine Melodie. Wenn mir eine nicht mehr aus dem Kopf geht, greife ich zum Handy und nehme sie auf“, sagt Giuseppe La Cagnina. Der 39-Jährige ist Frontmann von Davy Jones & the Mainflowers, schreibt und komponiert alle Lieder der Gruppe selbst.

Spontan entstehen die Texte, aus dem Bauch heraus, sagt der Sänger und Gitarrist. „Manchmal sitze ich aber stundenlang vor einem weißen Papier.“ Stehen Text und Melodie schließlich, spielt La Cagnina den Titel Zuhause ein, nimmt ihn auf und stellt ihn in der Gruppe zur Diskussion. So kann sich jeder aus der Band mit seinen Ideen und Vorschlägen einbringen. „Die Jungs schaffen es, den Liedern Leben einzuhauchen.“

Ein manchmal langwieriger Prozess und doch ist es den Musikern wichtig, eigene Lieder zu spielen und nicht zu covern. „Wir wollen unser eigenes Ding machen, persönliche Musik“, sagt La Cagnina. Das macht es für die Band allerdings auch schwieriger, Auftritte zu bekommen. Der Markt sei nicht nur ohnehin voll mit Musikgruppen. Wer eigene Songs mitbringe, werde oft von Veranstaltern als unprofitabel angesehen, denn die Musik sei oft nicht bekannt. Davy Jones & the Mainflowers sind deshalb vor allem in den sozialen Netzwerken aktiv, um sich bekannter zu machen.

"Wir waren einfach noch nicht fertig"

Dennoch versuchen sie, jeden Monat vor Publikum zu spielen – ob in Waldeck-Frankenberg oder im Raum Paderborn oder in Dortmund, wo sie im November einen Auftritt haben. Damit das künftig professioneller organisiert wird, hat die Gruppe ab kommendem Jahr eine Buchungsagentur. Ziel von Davy Jones & the Mainflowers ist es, irgendwann deutschlandweit zu spielen.

Bei jedem Auftritt stehen 18 bis 20 eigene Songs auf der Setliste. Eine feste Musikrichtung hat die Band aber nicht, „ich mische gern“, wie Giuseppe La Cagnina sagt. Einflüsse aus Pop und Rock finden sich ebenso wieder wie aus Country und Blues. Beim Publikum kommt das an, die Rückmeldungen seien stets gut – von Jugendlichen wie von Älteren gleichermaßen, sagt der Sänger.

Mit der Musik Geld verdienen sei aber schwierig, so der Frontmann. Meistens komme man nach einem Auftritt mit Plus-minus-Null heraus. Kaufen können Fans von Davy Jones die Musik schon jetzt, eine erste EP gibt es längst. Die zweite nehmen die Musiker derzeit in Bad Wildungen auf, wahrscheinlich wird sie beim Konzert im Kö in Korbach am 28. Dezember vorgestellt.

Eine schnelle Entwicklung für die Band, die sich erst 2017 wieder gegründet hatte. Schon seit 2012 gab es Davy Jones, allerdings nur für gut zwei Jahre. Vor knapp zwei Jahren fanden die Jungs dann wieder zusammen. „Es war, als hätten wir nur darauf gewartet“, sagt Giuseppe La Cagnina. „Wir waren einfach noch nicht fertig.“ Zwei personelle Veränderungen gab es seitdem, seit kurzem ist die Band nun komplett.

Wichtig für die Musiker: Sie sind nicht nur eine Band, sondern auch Freunde. „Seit der Neugründung sind wir enger zusammengewachsen.“ Nicht nur bei den wöchentlichen Proben treffen sie sich, sondern auch mal am Wochenende auf ein Bier und zum Musik hören.

Infos und Kontakt zur Band

Viele weitere Infos, aber auch Fotos und Videos mit Einblicken in die Musik von Davy Jones & the Mainflowers gibt es bei Facebook und auf Instagram. Der Band sucht derzeit einen neuen Probenraum in Korbach. Kontakt über Facebook oder Instagram

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