Leben in Korbach vor 500 Jahren:

Korbacher Bezirksgruppe des Waldeckischen Geschichtsvereins startet Wettbewerb für Schüler

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Der Korbacher Franziskanermaler hat sich auf dem Altarbild der Kilianskirche verewigt.

Korbach.  Zum Jubiläum des Franziskanermalers ruft die Korbacher Bezirksgruppe des Waldeckischen Geschichtsvereins alle Schüler auf zu einem Geschichtswettbewerb – der Titel: „Korbach vor 500 Jahren“.

Etwa 50 Jahre nach der Fertigstellung der Nikolaikirche vollendete ein namentlich nicht bekannter Malermönch aus dem Franziskaner-Kloster der Stadt den Marienaltar im Chor. Die Jahreszahl 1518 hat er auf der Mitteltafel festgehalten – somit ist der Altar 500 Jahre alt. Das Jubiläum in diesem Jahr soll genutzt werden, um das Werk des Meisters in den Blickpunkt zu rücken. 

Entsprechend hat der Geschichtsverein seinen Wettbewerb ausgerichtet: 

  • Wie sah die Stadt aus, als der Korbacher Franziskaner sein Werk vollendete? 
  • Gab es damals schon eine Schule? Wie sah das Leben in Korbach im Vergleich zu anderen Städten dieser Zeit aus? 
  •  Und wie können Menschen heute herausfinden, wie es damals aussah – welche Quellen gibt es? 

Dies sind nur einige von vielen Fragen, die Schüler für ihre Arbeiten aufgreifen können. Falls Lehrer Klassenprojekte planen, können sie den Blickwinkel von verschiedenen Fachrichtungen aus auf das Thema richten – ob in Sachkunde und Geschichte, Religion oder Ethik, aber auch im Kunstunterricht, wo sie zum Beispiel auf die gotische Architektur eingehen können. 

Die Beiträge sollen anschaulich sein, weil sie im Herbst Teil einer einer Ausstellung im Korbacher Bonhage-Museum über den Franziskanermaler werden sollen. Die Form der Darstellung ist frei wählbar. Schüler können Modelle bauen, Collagen zusammenstellen, MP4-Präsentation am Rechner entwerfen oder ein Video drehen. 

Informationen über die Zeit geben das Korbach-Buch von von Wolfgang Medding, auch die WLZ-Beilage „Mein Waldeck“ plant einen Beitrag über die Stadt Anno 1518. Hilfestellungen gibt aber auch das Korbacher Stadtarchiv. Klassen können als Einführung eine Kindererlebnisführung durch die Korbacher Altstadt unternehmen, sie werden vom Museum organisiert und sind sinnvoll bis zur Klasse 5. Die Kosten für Korbacher Schulen übernimmt die Linde-Stiftung. Schulen von außerhalb zahlen 30 Euro pro Klasse. 

Preisgeld 500 Euro

Eine fachkundige Jury wählt aus allen Beiträgen drei Preisträger aus. Abgabeschluss ist der 15. September. 500 Euro beträgt das Preisgeld. Für die beste Arbeit gibt es 250 Euro, für die zweitbeste 150 Euro, und Platz drei ist mit 100 Euro dotiert.

Am Jubiläumsreigen im Oktober und November beteiligt sind der Geschichtsverein, die Korbacher Stadtkirchengemeinde, der Bürgerverein „Sankt Kilian“, der Förderverein der Nikolaikirche, das Stadtarchiv, das Wolfgang-Bonhage-Museum oder die Kirchengemeinde in Nieder-Waroldern. Höhepunkt wird ein Festwochenende im November, bei dem das Leben und Werk des Korbacher Franziskanermalers im Mittelpunkt stehen. So ist am 3. November ein öffentliches Kolloquium im Bürgerhaus geplant. 

Zwei Wochen zuvor wird die Ausstellung im Museum eröffnet. 

Anmelden per Mail

Am Geschichtswettbewerb teilnehmen können Klassen, Gruppen oder auch einzelne Schüler aller Alters- und Schulformen aus Korbach und Umgebung – den Aufruf hat die Vorsitzende der Korbacher Bezirksgruppe des Geschichtsvereins, Britta Hein, an 24 Schulen verschickt – bis nach Goddelsheim, Willingen und Adorf. Auch weitere Interessenten können Arbeiten einreichen. 

Anmeldungen nimmt Britta Hein unter der E-Mail-Adresse wgv-korbach@t-online.de entgegen

Nach 2010 und 2014 ist es der dritte Geschichtswettbewerb der Bezirksgruppe. (r)

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