Mannschaft Bebra/Mühlhausen gewinnt regionalen Conti-Teamcup auf der Hauer in Korbach

Korbacher Conti-Kicker ausgeschieden

Tim Gonnermann (in Weiß) schießt die Conti-Werksmannschaft aus Bebra/Mühlhausen nach wenigen Minuten zum 1:0 gegen den amtierenden Weltmeister Korbach. Der osthessisch-thüringische Standort dominiert das regionale Turnier und fährt somit zur deutschen Meisterschaft. Fotos: Wilhelm Figge

Korbach - Die Verteidigung des Weltmeistertitels ist gescheitert: Bei der Regionalmeisterschaft des Conti-Teamcups belegten die Korbacher Werksfußballer nur den dritten Platz.

Gleich im ersten Spiel beim Turnier auf der Hauer trafen die amtierenden Weltmeister aus Korbach und die stärkste Mannschaft des Tages aus Bebra/Mühlhausen aufeinander. Die Gäste besiegten die Gastgeber mit 3:2. Auch die meisten anderen Mannschaften hatten das Nachsehen gegen die hessisch-thüringische Mannschaft: die Dortmunder besiegten sie mit 2:1, die Northeimer mit 2:0. Lediglich der Standort Hann.-Münden errang ein 1:1-Unentschieden. Trainer Andreas Rygula schrieb den Erfolg seiner Mannschaft vor allem dem Teamgeist zu.

Remis gingen auch sämtliche anderen Partien aus, in den Spielen von Korbach gegen Hann.-Münden, Dortmund und Northeim 1:1, während die Partien zwischen diesen drei Standorten jeweils 0:0 endeten. Hinter Bebra/Mühlhausen und Hann.-Münden belegten die Korbacher damit den dritten Tabellenplatz - mit fünf Toren waren sie nach den Siegern die offensivstärkste Mannschaft des Tages. „Natürlich sind wir ein bisschen enttäuscht, aber es hat heute einfach nicht geklappt“, äußerte sich Werksleiter Lothar Salokat. Der Siegermannschaft gratulierte er und hofft auf ihren Erfolg bei der deutschen Meisterschaft: „Mit einem Team, das den Weltmeister schlägt, müssen wir rechnen.“

Erfolgreicher als für die Herren verlief der Tag für die Korbacher Damen: Für die deutsche Meisterschaft in Regensburg am 9. und 10. Mai sind sie ohnehin qualifiziert, aber Trainer Bernd Backhaus präsentierte eine gestärkte Mannschaft: Beim Sichtungsturnier hatte das Team noch eine 0:5-Niederlage gegen die SSG Ense/Nordenbeck kassiert, gegen die Waldeckische B-Juniorinnen-Auswahl errangen sie ein 1:1. Überschattet wurde das Turnier von der Schulterverletzung eines Dortmunder Spielers. Die Mannschaft reiste noch vor der Siegerehrung ab, um ihn zu Hause im Krankenhaus untersuchen zu lassen - und weil einige Spieler noch zur Nachtschicht antreten mussten. Das Schiedsrichtergespann aus Matthias Henkelmann, Horst Pfannekuche und Andreas Bayer stammte aus dem Waldecker Land, hatte aber keine Beziehung zur Continental. Lediglich einen Spieler verwiesen sie des Platzes - wegen Meckerns gab es eine Gelb-Rote Karte.

Trotz des Ausscheidens der Heimmannschaft zeigten sich die Organisatoren mit der Veranstaltung zufrieden: „Wir haben bei zwei schönen Turnieren insgesamt 2000 Gäste empfangen“, freute sich Spielleiterin Jessica Hildebrandt von der Korbacher Conti. Nicht nur die Spannung auf dem Rasen lockte das Publikum, sondern auch das umfangreiche Rahmenprogramm: Sprayer Philipp Hiller schuf im Laufe des Tages eine Fanfahne, kleinere Kunstwerke ließen sich junge Gäste im Airbrush-Studio oder beim Kinderschminken an den Körper malen.

Die Stelzenläufer von den „Highwalkers“ waren den ganzen Tag über ein interessanter Anblick. Bungie-Running, Fußballrodeo und das hessische Spielmobil boten die Möglichkeit zum Austoben.

Beim Torwandschießen gab es Preise aus dem Conti-Sortiment zu gewinnen - der Wettbewerb sah auch eine Überraschung: Während auf den Plätzen zwei bis sechs fünf Männer gleichauf lagen, erzielte ein zehnjähriger Korbacher die meisten Treffer. Was genau er mit dem Preis - einem Satz Autoreifen - anfangen möchte, ist nicht bekannt.

Stargast war der Stimmenimitator Christian Schiffer. Kinder, die sich Uli Hoeneß zum Vorbild nehmen nahm er genauso aufs Korn wie Komiker, die nicht zu seiner Geburtstagsfeier kommen wollen.

Während seine Stimmenimitationen die Zuhörer staunen ließen, zündeten nicht all seine Witze und es gelang ihm nur bedingt, die Aufmerksamkeit des feiernden Publikums zu halten. Die gute Stimmung und die professionelle Vorbereitung fanden die Anerkennung der Gäste aus Korbach, Niedersachsen, Westfalen, Hessen und Thüringen. Und so blickt Jessica Hildebrandt optimistisch in die Zukunft: „Das war nicht das letzte Turnier in Korbach.“ Von Wilhelm Figge

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