Viel los bei der Fahrzeug- und Geräteschau - Besucher zeigen sich sehr interessiert

Korbacher Feuerwehrleute "verlegen" ihren Stützpunkt in die Fußgängerzone 

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Bei einer Fahrzeug- und Geräteschau präsentierte sich die Korbacher Feuerwehr am Samstag  in der Fußgängerzone.

Korbach. „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann.“ Welcher Junge hat nicht schon einmal diesen Berufswunsch geäußert? Dass die Tätigkeit bei der Korbacher Feuerwehr rein ehrenamtlich organisiert ist und dass auch Frauen in der Einsatzabteilung ihren Mann stehen, haben die Brandschützer am Samstag in der Fußgängerzone vielen Interessierten vermittelt.

„Jeder Einsatz wird ausschließlich von Menschen gefahren, die hauptberuflich etwas ganz anderes machen,“ heißt es auch im Flyer der Kernstadtwehr, den die Einsatzkräfte bei ihrer großen Fahrzeug- und Geräteschau verteilten. Vor allem aber suchten sie das Gespräch mit den Passanten. Vom Bahnhof am einen Ende der Einkaufsmeile bis zur Waldecker Bank an anderen standen die verschiedenen Einsatzfahrzeuge, die ehrenamtlichen Kräfte hatten Geräte ausgestellt und an manchen Stellen auch Spiele vorbereitet.

„Wir haben uns ganz bewusst dazu entschlossen, keinen Tag der offenen Tür im Stützpunkt anzubieten“, erklärte Wehrführer André Casper, „sondern dorthin zu gehen, wo die Menschen unterwegs sind.“

Nicht nur Familien mit Kindern blieben immer wieder stehen, schauten sich Fahrzeuge und Geräte an, stellten Fragen – und waren immer wieder überrascht, dass Feuerwehr in Korbach ehrenamtlich organisiert ist. „Gerade deswegen sei es wichtig, Mitglieder- und Nachwuchswerbung zu betreiben, sagte Casper. „Die Tätigkeit in der Einsatzabteilung ist eine interessante und breit gefächerte Arbeit“, sagte auch Stadtbrandinspektor Carsten Vahland. Nach seinen Angaben sind in Korbach und allen Stadtteilen etwa 400 Einsatzkräfte aktiv, allein 90 in der Kernstadt. Zu rund 250 Einsätzen werden die Korbacher Kameraden pro Jahr gerufen.

Um ein Gespür für dieses wichtige Ehrenamt zu bekommen, durfte die Besucher auch selbst Hand anlegen. Zum Beispiel bei der Bedienung spezieller Hebekissen, beim Löschen eines Feuers oder an der Rettungsschere – mit diesem hydraulischen Kraftprotz, der nach Unfällen zum Befreien im Auto eingeklemmter Verletzter zum Einsatz kommt, galt es, einen Tischtennisball zu greifen und unbeschadet wieder abzulegen.

Viel Gewicht in der Hand: Mit hydraulischen Rettungsgeräten durften Besucher einen Tischtennisball greifen. Viele waren erstaunt, wie schwer das Equipment ist.

Heiß begehrt, vor allem bei Kindern, war der Sitzplatz des Drehleiter-Maschinisten, der im Ernstfall für dieses Einsatzgerät verantwortlich ist. Verschiedene Erkunder zeigten ihre Ausrüstung, mit denen sie bei Bränden oder Chemieunfällen Schadstoffe messen oder sich einen Überblick aus der Luft verschaffen.

Die Jugendfeuerwehr machte mit dem Löschhaus und anderen Spielen, mit ihren großen Symbolfiguren und kleinen Geschenken auf sich aufmerksam: So verschenkten die Jugendwarte Butterbrotboxen mit Informationen zu Übungsstunden der Jugendgruppen in Korbach und den Stadtteilen.

Der Landesfeuerwehrverband stellte sich mit einem Infostand vor, außerdem war die Alters- und Ehrenabteilung vertreten – und präsentierte stolz den liebevoll restaurierten „Hessentanker“ des Herstellers Magirus aus dem Jahr 1950.

Ein weiterer Oldtimer der Marke Sachsenring war wenige Meter entfernt zu sehen – dieses Fahrzeug hatten die Kameraden aus der Partnerstadt Waltershausen ebenso wie eine Gulaschkanone mit nach Korbach gebracht. Darin hatten sie Erbsensuppe mit Thüringer Würstchen zubereitet.

Von Sascha Pfannstiel

Fahrzeug- und Geräteschau der Korbacher Feuerwehr 

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