Bund der Steuerzahler prangert Kostenexplosion an

Korbacher Hallenbad im Schwarzbuch

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Seit April 2012 ist das Korbacher Hallenbad geschlossen. Der Bund der Steuerzahler prangert die Kostenexplosion an.

Korbach. Der Bund der Steuerzahler prangert im aktuellen Schwarzbuch 2015 an: Korbach kann kein Hallenbad. Die Sanierung des Bades kostete 9,6 statt 7,8 Millionen Euro, der Rechtsstreit um Baumängel und Kosten dauert bis heute an.

„Wo Planung und Realität nicht zusammenpassen“ titelt das am Mittwoch veröffentlichte Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes über die Sanierung des Korbacher Hallenbades. Nach einer fast zehn Millionen Euro teuren Sanierung ist das Bad in der Kreisstadt wegen Keimen und Mängeln seit April 2012 geschlossen. Die juristischen Auseinandersetzungen um Bauschäden, Mängel und Haftung ziehen sich über Jahre hin.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert: Eigentlich hätte das Bad für 7,8 Millionen Euro saniert werden sollen, doch inzwischen rechnet die Bäderbetriebsgesellschaft mit Gesamtinvestitionskosten von 9,6 Millionen Euro. Außerdem verursacht auch das leer stehende Hallenbad laufende Kosten. Die langwierige juristische Auseinandersetzung und der damit verbundene lange Leerstand bergen außerdem aus Sicht des Bundes der Steuerzahler zumindest die Gefahr, dass sich die Kosten für die Steuerzahler noch deutlich erhöhen.

Das Ziel der Stadt bleibt indes: Eröffnung noch vor dem Jahresende. Mittlerweile laufen die ersten Ausbesserungsarbeiten im Hallenbad, TÜV und Gesundheitsamt überprüfen die Wasserqualität in den Becken. (lb)

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