Karsten Zolna (Jusos) neuer Vorsitzender des Rings politischer Jugend in Korbach · Auch Grüne wieder dabei

Korbacher Jugend bleibt politisch aktiv

Korbach - Von Politikverdrossenheit keine Spur: Der Ring politischer Jugend (RPJ) in Korbach startet mit neuem Vorstand und vielen Ideen ins neue Jahr.

Sie sind jung und politisch engagiert, doch eines unterscheidet die Mitglieder des Ringes politischer Jugend Korbach in so manchem Punkt von ihren Vorbildern: Sie arbeiten zusammen, um ihre Ziele zu erreichen. Seit vier Jahren gibt es den RPJ. In ihm versammeln sich die Jugendorganisationen der verschiedenen Parteien. Eine Art Dachorganisation also für Jugendliche von den Jungsozialisten (Jusos), der Jungen Union (JU), der Freien-Wähler-Jugend (FWJ), den Jungen Liberalen (JuLis) und neuerdings auch wieder der Grünen Jugend (GJ). Ihr Ziel ist es unter anderem, gegen die Politikverdrossenheit anzugehen. Mit neuem Vorstand ist der RPJ am Samstag ins neue Jahr gestartet: Karsten Zolna (Jusos) löst Jochen Rube (JuLis) als Vorsitzender ab. Rube fungiert künftig als Schulreferent. Pressesprecher ist Alexander Bunte (JU), Schriftführer Lukas Tump (GJ) und Organisationsbeauftragter Fabian Berg (FWJ). Zuvor hatten die Delegierten über die Aufnahme der Grünen Jugend Waldeck-Frankenberg in den RPJ abgestimmt – unter dem Vorbehalt, dass die Nachwuchsorganisation bis 31. Mai eine Ortsgruppe in Korbach gründet. Denn der Schwerpunkt der Mitgliedsorganisationen muss in der Kreisstadt liegen. Zur Europawahl in diesem Jahr am 25. Mai wolle der RPJ eine Aktion auf die Beine stellen, um auf die Bedeutung der Abstimmung aufmerksam zu machen, kündigte Zolna an. Gedacht sei etwa an eine „speaker’s corner“ nach dem Vorbild des Versammlungsplatzes im Londoner Hyde Park. Dort kann jeder ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten. Eine ähnliche Möglichkeit sollen die Korbacher dann in der Fußgängerzone erhalten. Obwohl „nicht so gut wie gedacht angenommen“, so der scheidende Vorsitzende Jochen Rube in seinem Rückblick, soll der Stammtisch des RPJ fortgeführt werden. Dreimal hatte die Jugendorganisation im vergangenen Jahr zur Diskussion über politische Themen eingeladen. Als Erfolgsmodell hat sich indes die Podiumsdiskussion an der Alten Landesschule (ALS) erwiesen. 2010 hatte sie der RPJ zum ersten Mal angeboten. „Für dieses Jahr hat die ALS schon wieder angefragt“, so Rube. Nachgedacht werde auch über eine Zusammenarbeit mit dem Fach Politik und Wirtschaft (Powi) zu den Projekttagen an der ALS. Kontakte will der RPJ in diesem Jahr auch zu den Beruflichen Schulen und der Louis-Peter-Schule knüpfen, wie Zolna erklärte.Gut angenommen worden sei die Erstwählerfete im Irish Pub vor der Bundes- und Landtagswahl im September 2013, sagte Rube: „Es ist uns gelungen, ein Bewusstsein fürs Wählengehen zu schaffen.“ Einen stärkeren Schwerpunkt auf kommunalpolitische Themen wünschte sich Timo Lockemann (JU): „Etwa zum Haushaltsdefizit in Korbach. Das sind unsere Schulden.“

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