Bauarbeiten am „Cine K“ an Briloner Landstraße: Sitze kommen im August 

Korbacher Kino: Im Herbst laufen die ersten Filme

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Der Innenausbau geht voran: Bauherr Jörg Wahhab in einem der fünf Kinosäle. Die klassische Sitzanordnung ist schon erkennbar, die Sitze selbst kommen im August. 

Korbach. Aufgrund des langen Winters hat sich auf der Baustelle des neuen Korbacher Kinos einiges verzögert, doch jetzt geht es mit großen Schritten voran: Die Fenster sind eingesetzt, das Dach sitzt längst und auch der Innenausbau hat bereits begonnen. Im Herbst werden die ersten Filme zu sehen sein.

Fünf Säle mit etwas mehr als 500 Plätzen werden das Herz des „Cine K“ an der Briloner Landstraße. Schon jetzt ist gut zu erkennen, was einmal in den großen Räumen passieren soll, denn die klassische abfallende Sitzanordnung ist schon deutlich. „Im August kommen die Sitze“, sagt Bauherr Jörg Wahhab.

Die Sitze – in dunklem Farbton gehalten – sind 61 Zentimeter breit und damit einige Zentimeter breiter als in anderen neuen Kinos, wie Wahhab sagt. „Der Abstand von Rücksitz zu Rücksitz liegt bei 130 Zentimetern, denn die Leute sollen sich wohlfühlen.“ Außerdem: Wer mal zur Toilette muss oder Süßigkeiten-Nachschub holen möchte, könne so leichter nach draußen gelangen.

Aus zwei Sälen wird es Ausgänge geben, die auf die Galerie führen. Das sind genau die Säle, in denen es besondere Veranstaltungen geben soll, beispielsweise Opernübertragungen. Durch die Galerie sei dieses Publikum dann von den regulären Besuchern getrennt.

Neues Konzept

Ein durchaus neues Konzept im Kinobereich erwartet die Besucher im Erdgeschoss, sagt Wahhab. Dort werden die Besucher an einer langen Theke entlang geführt: Zunächst werden die Tickets gekauft, dann geht es Schritt für Schritt weiter an der Theke entlang, wo Getränke, Knabbereien und Eis auf ein Tablett gelegt, weitergeschoben und am Ende dann bezahlt werden. So gehe alles schneller, sagt Wahhab. Um die nächste Ecke herum geht es schließlich zu den Sälen.

Der größte ist Saal eins, in dem es auch eine Bühne samt Vorhang gibt. Dort sollen nicht nur Blockbuster gezeigt werden, sondern auch Dokumentationen, auch Präsentationen von Unternehmen seien möglich. Generell will Wahhab nicht nur Actionstreifen oder Komödien zeigen, sondern auch Filme abseits des Massengeschmacks. Im Hintergrund werden bereits viele Kilometer Kabel verlegt für die Projektoren, auch am Lüftungssystem wird aktuell gearbeitet, außen wird derzeit verputzt.

Noch nicht fertig sind die acht Bowlingbahnen, die in der unteren Etage entstehen. Eine große Theke in diesem Areal wird bald angebracht, ebenso eine Empore auf der Seite gegenüber der Theke. Auf dieser kleinen Bühne könnten Auftritte stattfinden, ist Wahhabs Idee. Tische und Stühle, außerdem Sessel werden im Bowlingbereich aufgestellt, zu essen gibt es Fingerfood wie Pommes und Chicken Wings.

Direkt neben den Bahnen gibt es einen Raum, der für Veranstaltungen gemietet werden kann, sagt der Bauherr. In Zusammenarbeit mit einem Caterer könne es dort dann auch größere Essen geben.

In der oberen Etage gibt es zudem eine Raucherterrasse, Büro- und Lagerräume sowie Umkleiden für die Mitarbeiter. Stellen fürs „Cine K“ sind bisher noch nicht ausgeschrieben, doch Dutzende Mitarbeiter werden gebraucht: Servicekräfte, Kartenabreißer, Hausmeister, Putzfrau, Theatermanager.

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