12.300 Euro für Kinderkrebshilfe und Korbacher Tafel

Korbacher Kräppelbäcker schaffen neuen Spendenrekord

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Spenden für die Korbacher Tafel und die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg übergeben: Die Kräppelbäcker aus Heckers Hütte haben in diesem Jahr mit ihrer Aktion 12 300 Euro eingenommen. 

Korbach. „Wir haben einen neuen Rekord“, strahlt Frank Hecker: 12.300 Euro an Spenden haben die Korbacher Kräppelbäcker bei ihrer süßen Aktion „zwischen den Jahren“ eingenommen – so viel wie noch nie. Das Geld teilen sich die Korbacher Tafel und die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg.

Nicht nur „Hopfen“, Frank Heckers Hund, freut sich über die vielen Menschen in der Gartenhütte, die er mit einem sanften, aber bestimmten Stupser zum Kraulen animieren kann, auch Hecker selbst strahlt über beide Ohren. Bei der Spendenübergabe wenige Tage nach dem Kräppelbacken in der ausgebauten Gartenhütte herrscht schon wieder volles Haus und gute Laune. 

„So macht das wieder Spaß und man weiß, wofür man die Nächte durchgearbeitet hat“, sagt Frank Hecker. Noch vor einem Jahr wollte der Korbacher alles hinschmeißen – frustriert darüber, dass es an jungen Leuten im Helfer-Team mangelte und dass sich der eine oder andere zwar an den Kräppeln kräftig bediente, sich aber bei der anschließenden Spende eher knickrig zeigte.

Für den Sinneswandel sorgte Peer Wittmer (20). Der Fußballer vom TSV/FC Korbach hörte vom drohenden Aus des Kräppelbackens. „Ich hole mir dort schon von Kindheit an Kräppel. Das darf nicht aufhören“, dachte er sich – meldete sich als Helfer in Heckers Hütte und arbeitete beide Tage in der Backstube mit.

Mehr als 10.000 Kräppel gebacken

Das Sahnehäubchen ist schließlich mit dem Spendenergebnis gesetzt: „Wir haben wieder rund 10.000 Kräppel gebacken, aber 4000 Euro mehr an Spenden eingenommen, als im vorigen Jahr“, sagt Hecker stolz. „Und dafür möchten wir uns bedanken.“

1300 Kräppel und 710 Euro Spenden waren die Bilanz der ersten Aktion, zu der die Brüder Frank und Walter Hecker 2005 in die Gartenhütte eingeladen hatten. Von Jahr zu Jahr wurde es mehr. Bis heute sind so insgesamt 82.486 Kräppel über die Theke gegangen und 70.543 Euro an einen guten Zweck geflossen. 

„Wer einmal selbst mitgemacht hat, weiß, was die Jungs hier leisten“, sagt Thomas Berg von der Kinderkrebshilfe. Die Hilfsorganisation wird seit Jahren von den Kräppelbäckern gefördert. „Wir unterstützen Familien aus der Region, die Hilfe brauchen und deren Kinder beispielsweise in einer Kasseler oder Marburger Klinik behandelt werden“, sagt Berg.

Geld geht an Korbacher Tafel und Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg

Eine Hälfte der Spende geht an die Korbacher Tafel: „Wir brauchen das Geld zum Überleben“, sagt Kassierer Wolfgang Finger. Allein 30.000 Euro laufende Kosten pro Jahr muss der Verein finanzieren.

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