Bürgermeister verspricht Nachbesserungen

Korbacher Rathaus: Abriss beschert den Nachbarn viel Staub

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Eine Staubbindemaschine ist beim Rathaus-Abriss in Korbach im Einsatz. Das reiche alleine nicht aus, kritisieren die Nachbarn der Baustelle.

Korbach – Die Abrissarbeiten am Korbacher Rathaus bescheren Nachbarn Staub und Dreck. Anlieger beklagen unzureichende Schutzmaßnahmen.

Auch die Regelungen für die Müllabfuhr während der Bauzeit beschäftigen die Nachbarn der Baustelle. Bürgermeister Klaus Friedrich verspricht in beiden Fällen Nachbesserungen.

Schon seit einigen Tagen ärgern sich die Korbacher über den Dreck und den Staub, die bei den Abrissarbeiten des Rathauses in die Luft und auf die angrenzenden Grundstücke geweht werden. Noch am Mittwoch schaufelte ein Bagger tonnenweise Schutt auf der Baustelle, dabei wirbelten große Mengen an Staub auf, ohne das die Schutthaufen bewässert wurden. Ein Anlieger hat alles in einem Video dokumentiert.

Das ärgert die Nachbarn: Eine dicke Staubschicht auf der Terrasse eines Anwohners der Baustelle.

An anderen Tagen versuchte das Abrissunternehmen, die Belastung für die Anlieger mit einem Wasserschlauch und einer mobilen Staubbindemaschine, die die Staubpartikel mit einem Wassernebel bindet, zu reduzieren. Das reiche nicht aus, sagen die Nachbarn. Sie klagen, dass aufgewirbelter Staub die Gesundheit gefährde und Fassaden, Fenster und Gartenmöbel der umliegenden Häuser verdrecken würde.

„Wir haben auf die Hinweise reagiert“, sagt Bürgermeister Klaus Friedrich auf WLZ-Nachfrage. So solle ein zweiter Wasserstrahler aufgebaut werden. „Wir hoffen, die Staubentwicklung so in einen erträglichen Rahmen zu bringen.“

Der Rathaus-Neubau hat auch Auswirkungen auf die Müllabfuhr: Anlieger der Kilianstraße im Bereich unterhalb der Treppe an der Kilianskirche müssen während der Bauzeit ihre Tonnen bis in die Tränkestraße bringen – vor allem für ältere Menschen ein Problem. Doch das Müllfahrzeug könnte diesen Bereich der Kilianstraße derzeit nur rückwärts erreichen. Das ist seit 2017 in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen möglich, weil es zu viele Unfälle gegeben hat.

„Wir prüfen nun eine alternative Streckenführung für das Müllfahrzeug“, verspricht Bürgermeister Klaus Friedrich. Voraussetzung sei, dass ein Baugerüst an einem Gebäude im Tempel abgebaut sei.

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