Korbach

Korbacher Referendarin erzählt von Israelreise

- Korbach (ik). Über ihre Reise nach Israel berichtete Sophia Gerhardt dem „Lese-und Medienclub“ an der LPS-Korbach. Dabei lernten die Kinder nicht nur ihren Partnerclub, sondern auch die dortige Kultur etwas kennen.

Interessiert lauschen die Kinder des „Lese- und Medienclubs“ der Louis-Peter-Schule Sophia Gerhardt, die den Kindern Bilder von ihrer Reise nach Israel zeigt und ihnen über ihre Erlebnisse berichtet. Im Rahmen eines Projekts der Stiftung „Lesen“ hat die Referendarin der Schule an einer einwöchigen Reise teilgenommen und dabei nicht nur Tel Aviv, sondern auch Jerusalem und Nazareth erkundet. In Tel Aviv besuchte sie eine Schule, zu der die Korbacher Schüler bereits seit einiger Zeit Kontakt halten. Hier lernte sie den dortigen „Lese-und Medienclub“ kennen, der sie herzlich empfing. „Der Unterricht dort ist viel strenger als hier– alle müssen ganz still sein“, erklärt die 28-Jährige ihren Schülern. Zu beinahe jedem Bild stellen die Kinder Fragen und freuen sich besonders darüber, ihre Brieffreunde zum ersten Mal zu sehen. Auch Bücher wie „Harry Potter“ oder „Die Brüder Löwenherz“ erkennen sie trotz anderem Umschlag und unbekannter Schriftzeichen wieder. Sophia Gerhardt lässt die Schüler israelische Granatäpfel probieren und mitgebrachte Muscheln als Geschenk mit nach Hause nehmen. Der „Lese-und Medienclub“ besteht seit November 2008 und wird insbesondere für Schüler der fünften und sechsten Klasse angeboten. Einmal in der Woche treffen sich die Kinder in dieser Gruppe und verbringen zwei Stunden am Nachmittag mit Lesen, Spielen, Musik hören oder auch mal am Computer. Gefördert wird der Club von der Stiftung „Lesen“, die mit einer Spende die Einrichtung des Angebots erst ermöglichte. Insgesamt gibt es zehn solcher Clubs in ganz Deutschland und ebenfalls so viele in Israel. Ziel der Initiative ist vor allem die Förderung der Lese- und Medienkompetenz. Zudem soll auch ein kultureller Austausch, wie etwa durch die deutsch-israelischen Partnerclubs, aufrecht erhalten werden. „Wir sind gerne im Lese- und Medienclub, weil es immer sehr viel Spaß macht“, sagt eines der Mädchen und erhält dabei die Zustimmung der anderen.Die Israelreise der zehn deutschen Lehrer diente vor allem dazu, sich mit den israelischen Lehrkräften über neue Konzepte und Methoden auszutauschen sowie Bilanz zu ziehen. Ein Gegenbesuch der israelischen Lehrer ist bereits für nächstes Jahr in Mainz geplant.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Dienstag, 15. September 2009.

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