Klaus Eckhardt: "Der Einsatz hat sich gelohnt"

Korbacher als Senior-Experte im Nordosten Indiens

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Der Korbacher Klaus Eckhardt zeigt Mitarbeitern des Entwicklungshilfeprojekts Asha Vihar in Indien, wie eine Säge eingesetzt wird, die er aus Deutschland mitgebracht hat. Sie bearbeiteten Holz bislang nur mit einer Axt.

Der Korbacher Klaus Eckhardt ist nach einem mehrwöchigen Einsatz als Senior Experte in Indien mit bleibenden Eindrücken ins Waldecker Land zurückgekehrt. Der 69-jährige Diplom-Ingenieur hat Tausende von Kilometern zurück gelegt, alle Aufträge erledigt und viel gelernt. Es war sein zweiter Arbeitseinsatz als Senior-Experte im Ausland.

Mit neun Kilo Werkzeug – Eisen- und Japanische Holzsägen – war Klaus Eckhardt Ende April in das zweitgrößte Land der Welt aufgebrochen, um sein Wissen als Maurer und Diplom-Ingenieur an die Mitarbeiter eines Hilfsprojektes weiter zu geben und Schäden an Gebäuden zu reparieren. Sein genaues Ziel: Ashar Vihar im Distrikt Ranchi.

Ashar Vihar ist ein Hilfsprojekt mit Krankenhaus, Ambulanz und Waisenhaus in einem der ärmsten Distrikte Indiens. „Das Krankenhaus ist das einzige Hospital weit und breit, sein Ruf ist sehr gut. Dort werden täglich 120 bis 140 Patienten medizinisch versorgt, in einem Saal mit 120 Holzbetten etwa mit Akupunktur behandelt“, erklärt Klaus Eckhardt. Die Menschen dort, die Eckhardt als ernst erlebte, würden oft Kilometer lange Fußmärsche zum Hospital in Kauf nehmen.

Hohe Luftfeuchte, undichte Dächer und eine falsche Abwasserführung hatten Schäden an den Gebäuden verursacht, und über den Senior-Experten Service mit Sitz in Bonn war der Korbacher beauftragt worden, dauerhaft Abhilfe zu schaffen. 

Es war viel Handarbeit gefragt, „weil der Strom sehr oft ausfällt. 

Die Sägen aus Deutschland waren bei der Arbeit hilfreich, sie waren den Arbeitern in Ashar Vihar unbekannt. Sie haben bis dahin nur Axt, Hammer und Meißel eingesetzt,“ erklärt der Korbacher. „Vier bis sieben Männer mauerten, zwei Frauen verdienten ihr Geld als Handlanger, schleppten Sand, Wasser, Steine“, sagt Klaus Eckhardt: „Das waren sehr anstrengende Arbeiten angesichts der klimatischen Verhältnisse. Bei Tagestemperaturen von 41 bis 47 Grad Celsius – nachts gehen sie auf 28 bis 25 Grad zurück – und extrem hoher Luftfeuchte gilt die sechs-Tage-Woche.“

Mehr dazu lesen Sie in der Druckausgabe der Waldeckischen Landeszeitung am Samstag, 24. Juni. 

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