Europaweite Ausschreibung

Korbacher Stadtbus soll auch nach 2022 weiterfahren

Der Stadtbus hält am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) in Korbach.
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Der Stadtbus hält am Zentralen Omnibus-Bahnhof: Der aktuelle Vertrag mit der DB Busverkehr läuft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 aus.

Die Stadt schreibt den Stadtbusverkehr neu aus. Der aktuelle Vertrag mit der DB Busverkehr läuft noch bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022. Parallel soll der Stadtbusverkehr an die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) übertragen werden.

  • Der Stadtbusverkehr in Korbach muss erneut europaweit ausgeschrieben werden.
  • Der Vertrag mit der DB Busverkehr läuft nach zehn Jahren im Jahr 2022 aus.
  • Am 2012 eingeführten System mit fünf Linien will die Stadt festhalten. Es habe sich bewährt.

Korbach – Der 2012 geschlossene Vertrag mit der DB Busverkehr läuft über acht Jahre, plus einer Option, ihn um weitere zwei Jahre zu verlängern. Davon hat die Stadt Gebrauch gemacht. Jetzt muss der Stadtbusverkehr erneut europaweit ausgeschrieben werden. Erster Schritt ist eine Ankündigung der Ausschreibung im EU-Amtsblatt noch in diesem Jahr. Das eigentliche Ausschreibungsverfahren wird im Herbst 2021 beginnen, der Zuschlag wird voraussichtlich Anfang 2022 erteilt.

„Das für Korbach entwickelte Fünf-Linien-System hat sich in den letzten acht Jahren bestens bewährt“, sagte Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. Beschwerden wegen Verspätungen kämen kaum noch vor. Grundlegende Veränderungen für die Fahrgäste sind nach der Neuausschreibung deshalb nicht zu erwarten, punktuell soll aber nachgebessert werden.

Stadtbus soll auch das neue Kino in Korbach anfahren

Geprüft wird unter anderem die Anbindung des neuen Kinos. Das Wohnquartier Fischerweg soll über eine neue Haltestelle in der Wildunger Landstraße erschlossen werden. Verbesserungen sind auch im Bereich Weizackerstraße und Schulzentrum geplant.

Alle weiteren Detailfragen würden bei der konkreten Ausschreibungsvorbereitung im Laufe des Jahres 2021 berücksichtigt und abgewogen, so Vahland. „In dieser Phase stehen dann natürlich auch die Fragen zu alternativen Antriebsformen auf der Agenda.“ Thema wird dann auch die Ausstattung der Fahrzeuge sein, die sich am Konzept des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) orientieren soll – unter anderem mit Klappsitzen in der Mitte des Busses, um so bei Bedarf mehr Stehplätze bieten zu können.

Stadt Korbach will Stadtbus an EWF übertragen

Darüber hinaus bereitet die Stadt die Übertragung des Stadtbusverkehrs an die EWF vor. Diese würde nach aktuellem Stand künftig die Ausschreibung und Vergabe sowie die komplette organisatorische Abwicklung des Stadtbusverkehrs übernehmen. Das soll zu einer wesentlichen Entlastung der personellen Ressourcen der Stadt im Ordnungsamt sowie auch in der Finanzabteilung führen. Hauptvorteil ist aber der sogenannte „Steuerliche Querverbund“. Das Steuersparmodell kompensiert voraussichtlich zwischen 25 bis 30 Prozent des Defizits.

„Die weitergehenden Verhandlungen laufen bereits. Aktuell werden die notwendigen steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen geklärt, um dann konkrete Vertragsentwürfe erstellen zu können“, erläuterte Vahland.

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