Teich soll kleiner werden

Korbacher Stadtpark: Lösung für Pergola gesucht

+
Die Pergola im Korbacher Stadtpark: In den Plänen für die Umgestaltung hat sie keinen Platz mehr. Doch vielen Korbachern liegt sie am Herzen.

Korbach – Der Teich wird kleiner als gewünscht, doch jetzt rückt die alte Pergola an der Strother Straße in den Blickpunkt: Die Frage, wie der Stadtpark künftig aussehen soll, bewegt weiter die Gemüter in Korbach.

Die Korbacher Stadtverordneten hatten zuletzt im Februar den Beschluss über die Pläne für den Stadtpark vertagt: Hauptstreitpunkt war die Größe und Lage des geplanten Teichs. Durch den Teich werde eine fußgängerzonennahe Fläche verschenkt, die besser genutzt werden könne, beispielsweise als attraktiver Spielplatz, der junge Familien zum Einkaufen nach Korbach locke, argumentierte etwa Henrik Ludwig (SPD).

Bei einem Ortstermin am 7. März mit dem Planer haben die Stadtverordneten mehrere Varianten auf dem Gelände abgesteckt und diskutiert. Das Ergebnis: Der Teich soll nun ein ganzes Stück kleiner werden als ursprünglich geplant. 

Neuer Teich im Korbacher Stadtpark wird kleiner als ursprünglich geplant

Statt 1720 Quadratmetern umfasst er in der aktuellen Version nur noch 1440 Quadratmeter. So werde Richtung Fußgängerzone mehr Platz für Spielelemente geschaffen, erläuterte Bauamtsleiter Stefan Bublak in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag im Bürgerhaus. Die Wasserfläche wird als Naturteich mit Lehmboden angelegt.

Der Korbacher Stadtpark in den 1930er-Jahren: So sah die Pergola ursprünglich aus. Sie bildete in einer Geraden den Abschluss des Parks.

Doch Diskussionsbedarf besteht offenbar auch am anderen Ende des Parks: Die Pläne sehen vor, dass die in den 1930er-Jahren errichtete und später umgebaute Pergola an der Strother Straße entfernt wird. Heinz Merl (CDU) fragte, ob es möglich sei, den alten Pfeilergang zu erhalten. Auch Achim van der Horst (SPD) bemerkte, dass die Zukunft der Pergola doch viele Korbacher – darunter auch seine Ehefrau – bewege.

Dass die Pergola wegfallen soll, hat unter anderem gestalterische Gründe: Intention des Planers sei es, den Eingangsbereich des Parks zu öffnen, erklärte Bublak. Die Grünfläche unterhalb des Teichs solle zudem verstärkt für Veranstaltungen genutzt werden, ergänzte Bürgermeister Klaus Friedrich. Das setze freie Flächen für Bühnen, Technik und Zufahrten voraus. „Vor allem die Befahrbarkeit aus der Strother Straße in den Park hinein steht im Mittelpunkt der Überlegungen“, sagte Friedrich, „vielleicht finden wir ja einen Kompromiss, wie man den Stadtpark an dieser Stelle gestalten kann.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare