Reges Treiben in der Weihnachtswerkstatt des Lebenshilfe-Werks

Doppelt Freude schenken

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Gudrun und Sophie zeigen stolz einige weihnachtliche Holzprodukte. 

Überall wird gesägt, geschliffen, verpackt. Die moderne Schreinerei des Lebenshilfe-Werks Kreis Waldeck-Frankenberg e.V. im Korbacher Industriegebiet hat sich in eine echte Weihnachtswerkstatt verwandelt.

Es wimmelt von Engeln, Sternen und Tannenbäumen, die für den traditionellen Basar der Korbacher Werkstätten gefertigt werden. Am 27. und 28. November findet dieser in der Hauptwerkstatt in der Christian-Paul-Str. 2 statt und bietet die Möglichkeit, doppelt Freude zu verschenken. Nicht nur der Beschenkte wird sich über ein handgemachtes Vogelhäuschen, einen Kerzenständer oder Baumschmuck freuen, auch die Beschäftigten der Einrichtung sind glücklich, wenn ihre Produkte regen Absatz finden.

Fertigung von hochwertigen Produkten an modernen Maschinen.

Der gesamte Erlös kommt direkt den Menschen mit Behinderung zugute und gibt ihrer täglichen Arbeit eine anerkennende Bestätigung. „Es ist ein tolles Gefühl, etwas Schönes zu schaffen“, erklären Gudrun und Sophie. Sie präsentieren stolz eine Auswahl an Holzarbeiten, die mit ihrer Hilfe entstanden sind.

Moderne Maschinen, vielfältige Produkte

Die beiden Frauen und ihre Kollegen sind dabei viel mehr als „Beschäftigte in einer Bastelbude“, stellt Gruppenleiter Udo Hesse klar. Und tatsächlich sind die Arbeiten für den Basar nur ein ganz kleiner Teil im Werkstattalltag. Das ganze Jahr über arbeiten die Beschäftigten mit modernsten Maschinen und viel Engagement unterschiedlichste Aufträge für Firmen und Privatpersonen ab.

Blick in die große Werkstatt.

Küchenzubehör, Imkerbedarf, Kleinmöbel und unterschiedlichste Holzarbeiten sorgen für dauerhafte Beschäftigung und einen geregelten Arbeitsalltag der behinderten Menschen. Und genau das ist das Ziel der verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe. Egal ob auf dem Hofgut in Twiste, der Vollkornbäckerei in Kassel, dem Bio-Garten in Flechtdorf oder den anderen Zweigstellen, überall geht es darum, Menschen mit Handikap für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen oder ihnen ihren ganz eigenen Arbeitsplatz zu geben. Keine Überforderung aber auch keine Unterforderung sind feste Ziele, die es Tag für Tag zu gewährleisten gilt.

Glücklich mit geregelter Arbeit

Eine ganz normale Fünf-Tage- Woche mit geregelten Arbeits- und Pausenzeiten sind auch für Gudrun und Sohpie in der Schreinerei wichtige Kriterien für ihr persönliches Glücksgefühl. „Wir haben einen echten Arbeitsplatz und machen tolle Sachen“. Über dieses Gefühl ist auch Einrichtungsleiterin Kirsten Hille sehr froh und lädt stolz zum traditionellen Basar ein.

„In unseren Werkstätten entstehen wunderschöne Dinge, und der Basar gibt unseren Beschäftigten die Möglichkeit, einen Teil davon den Besuchern persönlich anzubieten“.

Lob bekommen, Wertschätzung erhalten und das Gefühl erleben selbst etwas Gutes getan zu haben sind Jahr für Jahr die Basar-Wünsche der Lebenshilfe-Beschäftigten. Diese dürften sich bald wieder erfüllen, wenn Handarbeiten, Floristik, Holzartikel und viel Kulinarisches in der Hauptwerkstatt auf Besucher trifft, die doppelt Freude schenken wollen. /Tina Fischer

Öffnungszeiten

Der Basar ist am Mittwoch, 27. November, und am Donnerstag, 28. November, von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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