Angeklagtem drohte ein Jahr Haft zusätzlich · Wegen weiterer Vergehen in U-Haft

Korbacher zieht Berufung zurück

- Kassel/Korbach (tt). Die Hoffnungen des Angeklagten in einem Berufungsprozess ruhten auf einer Bewährungsstrafe. Doch der Richter räumte dem keine großen Chancen ein, sodass der Korbacher die Berufung zurückzog.

Für ein Jahr und drei Monate ins Gefängnis muss ein 23-jähriger Korbacher – auch nach dem gestrigen Berufungsprozess vor dem Kasseler Landgericht. Denn die Berufung gegen das Urteil des Korbacher Amtsgerichtes von Oktober 2011 zog der Angeklagte wegen der Gefahr einer höheren Strafe zurück. Im Herbst vergangenen Jahres wurde der gelernte Landmaschinenschlosser verurteilt, nachdem er in Abwesenheit seiner Vermieterin in die Wohnung der 77-Jährigen eingedrungen war und dort eine im Kleiderschrank versteckte Kontokarte sowie die dazugehörige PIN-Nummer stahl (WLZ vom 26.10.2011).Mit der Karte hob er insgesamt 11 000 Euro ab.

Gegen das Urteil legten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. So kam es am Dienstag zur erneuten Verhandlung des Strafmaßes in Kassel. Der Verteidiger des Angeklagten setzte sich für eine Bewährungsstrafe ein, die Staatsanwaltschaft forderte bis zu einem Jahr mehr Haft. Doch zum eigentlichen Prozess kam es dann gar nicht. Der Richter wies darauf hin, dass bei einer Freiheitsstrafe, die über ein Jahr angesetzt ist, eine Bewährung nur möglich sei, wenn dem Angeklagten eine positive Prognose gestellt werde oder besondere Umstände vorliegen würden.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 25. Januar

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