Eröffnungsfeier für Neubau mit Geschäften, Büros und Wohnungen im Zentrum der Hansestadt

Kraftakt am Korbacher Hanseplatz

+
Augen zu – und durch? Nein, für Architekt Christoph Hesse (r.) war der Neubau am Hanseplatz eine sensible Herausforderung. Für Anton Mitsch (l.) von der Investorengruppe „ConBau“ hatte Bürgermeister Klaus Friedrich einen Korbacher Goldtaler als Glücksbringer parat. Fotos: Kleine

Korbach - Die Einkaufsmeile hat ein neues Quartier bekommen. Geschäfte, Gesundheitszentrum, Wohnungen und Büros kennzeichnen das Millionenprojekt. Am Mittwoch feierten Architekt, Investoren und Geschäfte die Eröffnung am „Hanseplatz“.

„Auferstanden aus Ruinen“ - am neuen Korbacher Hanseplatz ließe sich die frühere DDR-Hymne trefflich rezitieren. Zwei Motive untermauern das eindrucksvoll: Noch im Sommer 2012 bestimmte eine Gewerbebrache das Stadtbild unterhalb des Güterbahnhofs. Anderthalb Jahre später laden Neubauten zum Einkaufen, Fitnesstraining und Wohnen ein.

Nachdem das Gelände im Sommer 2012 planiert worden war, blieb im Grunde nur ein Dreivierteljahr reine Bauzeit, um das Vorhaben zu verwirklichen. „Es war ein Kraftakt, herzlichen Dank an die Firmen, die das ermöglicht haben“, lobte Architekt Christoph Hesse am Mittwochabend die heimischen Handwerker und Bauleute bei der Eröffnungsfeier.

Dank ging gleichermaßen an Stadt, Parlament, Mieter, Käufer und Geschäftspartner, die an diesem wichtigen Teil Korbacher Stadtentwicklung mitgearbeitet haben. „Peu à peu wurden die Pläne konkreter“, blickte Hesse auf die vergangenen Jahre seit 2008 zurück, als die heimische Investorengruppe „ConBau“ die Gewerbebrache auf dem damaligen Grundstück von Axel Hoppe-Schumacher ins Blickfeld nahm.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2013 ist das neue Viertel in Verbindung zur Fußgängerzone fertig geworden. Und so wünschte sich Hesse am Mittwochabend vor allem, „dass das Gebiet von Korbachern und Gästen nun erobert wird“.

Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich gratulierte. „Wir haben acht Jahre lang gerungen, dieses Stadtquartier aufzuwerten“, sagte Friedrich. Und in dieser Zeit gab es Investorenpläne zuhauf für das Gelände im Dreieck zwischen Bahnhofstraße, Kuhbach und Güterbahnhof.

Dazu zählten auch Vorhaben, das Areal mit Verkaufsfläche zu zementieren, die fast dem Umfang der gesamten Fußgängerzone gleichgekommen wäre. Und genau das wollte die Stadt im Schulterschluss mit der Kaufmannsgilde „Hanse“ vermeiden: Kein isoliertes neues Einkaufszentrum, sondern eine Ergänzung zur Einkaufsmeile, um zusätzliche Kunden nach Korbach zu ziehen.

Derweil kreisen die planerischen Gedanken noch weit länger um das Gelände. Schon Anfang der 1970er-Jahre wurde das Areal zum äußeren Teilstück des Sanierungsgebiets ausgewiesen. Statt Sanierung folgte indes der stetige Verfall. Somit bildet das Quartier um den neuen Hanseplatz faktisch den Abschluss der Sanierungspläne, die Korbachs Stadtväter vor 40 Jahren formuliert hatten.(jk)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare