Frese: "Zeichen des Respekts"

Kreis will Notfallsanitäter unterstützen, die bei Einsatz in Korbach angegriffen wurden

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Besuch bei den Notfallsanitätern: (von links) der Leiter der Rettungswache Herzhausen Andreas Heuser, Leitender Notarzt Dr. Rudolf Alexi, Sachbearbeiterin Rettungsdienst Yvonne Genuit, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, die beiden Notfallsanitäter Matthias Heim und Eike Hochgrebe, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Notfallsanitäter Volkmar Kupsch.

Korbach. In der vergangenen Woche sind zwei Notfallsanitäter bei einem Notfalleinsatz in Korbach Opfer von verbaler und physischer Gewalt geworden. Einer der beiden war aufgrund seiner Verletzungen mehrere Tage krankgeschrieben. Am Rettungsfahrzeug entstand nach Auskunft der Polizei Sachschaden.

Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, der beim Landkreis für das Dezernat „Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz“ zuständig ist, besuchte die Rettungswache in Herzhausen, in der die beiden Sanitäter Matthias Heim und Eike Hochgrebe derzeit Dienst tun. „Ich möchte mir gerne ein authentisches Bild der Ereignisse machen und aus der Sicht der Betroffenen hören, was passiert ist“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete. Begleitet wurde er bei seinem Besuch von Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, der auch für den Rettungsdienst zuständig ist, sowie dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Dr. Rudolf Alexi.

Beide Notfallsanitäter schilderten laut Frese die Vorfälle von letzter Woche in sehr ruhiger und sachlicher Weise. Einer der beiden sei seit über 30 Jahren im Dienst und habe betont, dass etwas Vergleichbares in dieser Zeit noch nicht vorgefallen und beispiellos sei. Zwar habe es schon Übergriffe oder Rangeleien gegeben, zumeist sei dabei aber Alkohol im Spiel gewesen.

Frese erinnerte daran, dass Rettungskräfte und vergleichbares Hilfspersonal Ordnungskräften wie Polizei und Militär gleichgestellt seien. Ein tätlicher Angriff könne daher eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren zur Folge haben. Er begrüßte es, dass die beiden angegriffenen Sanitäter Anzeige erstattet hätten. 

Der Landkreis sei gerne bereit, im Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfestellung zu leisten. Der Landkreis habe die Aufgabe, den Rettungsdienst sicherzustellen und fühle sich daher auch verantwortlich für die Menschen, die tagtäglich im Einsatz seien, um zu helfen und zu retten, betonte Frese.

Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick und der Leitende Notarzt Dr. Rudolf Alexi sagten zu, dass sie immer als Ansprechpartner auch in derartigen Konfliktfällen bereitstünden und ebenfalls alles in ihren Möglichkeiten stehende tun zu wollen, um ähnliche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.

Der Erste Kreisbeigeordnete dankte den Sanitätern der Rettungswache Herzhausen stellvertretend für alle Kollegen, die tagtäglich rund um die Uhr zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz seien und die Notfallversorgung sicherstellten.

Als kleines Zeichen der Dankbarkeit und des Respekts überreichte er einen Präsentkorb mit Produkten heimischer Direktvermarkter. (r/dau)

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