Ederbringhausen empfängt Chöre zur 775-Jahr-Feier

Kreissängerfest unter freiem Himmel

Vöhl-Ederbringhausen - Es war ein Festwochenende, das seinen Namen wahrlich verdiente: Zum 775. Geburtstag empfing Ederbringhausen erst die Festzugteilnehmer und am Sonntag zum Kreissängerfest dann zahlreiche Chöre.

Noch spät in der Nacht hatten die Ederbringhäuser und ihre Gäste an der Orke gestanden und das Feuerwerk am Himmel bestaunt. Zum 775-jährigen Bestehen des Ortes hatten Einwohner und Vereine für die große Lichtershow gesammelt. Am Sonntagmorgen feierten sie bereits weiter: Mit Hunderten Sängern begann das Kreissängerfest. Erst skeptisch, aber dann immer optimistischer hatte Silvia Steiner vom gastgebenden Chor am Vormittag zum Himmel geblickt. Denn der gemischte Chor hatte sich ein großes Konzert im Hof von Margot Knoche gewünscht – unter freiem Himmel also. Fast alle Chöre des Sängerkreises Edertal waren zur Veranstaltung gekommen – die Männergesangvereine aus Halgehausen, Haubern, Viermünden, Buchenberg, Röddenau, Ellershausen, Schreufa, Rosenthal, Altenlotheim und Bottendorf ebenso wie die Frauenchöre Harmonie, Pro Musica, Glissando und Intermezzo. Auch Cantiamo Röddenau und die Rose-Valley Singers gestalteten den musikalischen Reigen mit. Mal mit leisen Tönen, die die Sänger über die Dächer der Höfe durchs Orketal schickten, mal rockige Melodien, die das Publikum in Schwung brachten: Ein buntes Programm erwartete Sänger und Besucher im Hof. Und auch beim großen Festakt am Nachmittag im Zelt präsentierten sich Gastgeber wie Besucher gut aufgelegt. Cornelia Scheerer, Vorsitzende des Sängerkreises, freute sich über die Feststimmung in Ederbringhausen. Die Gastgeber krönten das musikalische Programm mit dem Auftritt des Projektchores. Fast 50 heimische Sänger hatten in den vergangenen Wochen geprobt, um pünktlich zum Jubiläum gemeinsam auftreten zu können. Auch viele Kinder hatten sich dem Chor angeschlossen. Gemeinsam mit Chorleiter Frank Leyhe und dem gemischten Chor stimmten sie Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen werden“ an. Die Klavierbegleitung übernahm Martin Fach.Selbst in Geburtstagsstimmung befand sich im Übrigen auch der gemischte Chor aus Ederbringhausen. Vor 110 Jahren hatte eine Gruppe Männer erste Melodien angestimmt. Vor 25 Jahren waren dann auch weibliche Stimmen dazugekommen. Zum silbernen Jubiläum ehrte die Vorsitzende dann Frauen der ersten Stunde (wir berichteten).

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Zufrieden blickte sich auch Ortsvorsteher Eckhard Mehrhoff gestern im Festzelt um: „Das war ein richtig schönes Wochenende“, sagt er. Die Vorbereitungen zur 775-Jahr-Feier hatten dem Festausschuss und vielen fleißigen Helfern viel abverlangt. Aber der Einsatz habe sich gelohnt, freute sich der Ortsvorsteher. 400 Gäste seien im Festzug mitgelaufen, ähnlich viele Besucher zählten die Ederbringhäuser bei den Wasserspielen am Samstagabend. „Mit den Besucherzahlen sind wir also ganz zufrieden“, erklärte Mehrhoff. Wichtiger aber noch ist der Effekt des Miteinanders: „Dieses Fest hat den Ederbringhäuser Gemeinschaftsgeist gestärkt“, erklärte der Ortsvorsteher. Schon während der Vorbereitungen sei das Wir-Gefühl sehr stark gewesen. „Ich bin sicher, dass diese Atmosphäre im Dorf auch nachwirkt“, befand Eckhard Mehrhoff, „dieses Fest hat für das Dorf viel gebracht.“Der Erlös soll übrigens in ein besonderes Projekt gesteckt werden: Auf der Wiese an der Orketalhalle könnte in den nächsten Monaten ein Pavillon für Grillfeste entstehen.

Von Theresa Demski

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