Bürger kritisieren Bauhof: Zu oft und unnötig gestreut

Versalzener Winter in Korbach

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Finden, dass die Stadt zu viel Salz auf Korbachs Straßen streuen lässt (von links): Michael Löbel und Karl-Heinz Bohne mit Hündin Ida.

Korbach. Minustemperaturen, Schnee, Blitzeis – der Winterdienst des Bauhofes muss diesen Winter regelmäßig ausrücken. Doch mit dem Salzstreuen scheinen es die Mitarbeiter etwas zu übertreiben – davon sind zumindest die Korbacher Michael Löbel und Karl-Heinz Bohne überzeugt.

Die weißen Kristalle liegen gut sichtbar überall auf den Straßen rund um den Hexengarten. „Man könnte das Salz auf der Straße aufsammeln und mit nach Hause nehmen“, sagt Michael Löbel. Seiner Ansicht nach lässt die Stadt zu viel und unnötig Salz aufbringen. „Selbst wenn die Straßen trocken sind, wird hier gestreut. Das ist meiner Meinung nach Steuerverschwendung.“ Und auch Hunde hätten unter dem Salz, das ihnen an den Pfoten brenne, zu leiden: „Unsere Hündin Ida will gar nicht mehr auftreten.“ 

Auch Löbels Nachbar Karl-Heinz Bohne ärgert sich über den versalzenen Winter: Er hat mehr als 30 Unterschriften gegen den übermäßigen Salzeinsatz gesammelt und an Bürgermeister Klaus Friedrich übergeben. Tatsächlich war es in den vergangenen Tagen meist mild und oft sonnig. Dennoch hatte der Winterdienst einiges zu tun: „Unser Ziel ist es, rechtzeitig unterwegs zu sein, das heißt Glätte möglichst zu verhindern, bevor sie entsteht“, erklärt Bauhofleiter Friedhelm Schmidt. 

Die Streufahrzeuge rücken auch dann aus, wenn kein Schnee in Sicht ist, etwa um überfrierender Nässe vorzubeugen. „Gerade an sonnigen Tagen schmilzt der Schnee und gefriert nachts wieder“, sagt Schmidt.

Mehr über den Winterdienst in Korbach lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 26. Januar 2017

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