69 Absolventen bei Feier in Nikolai-Kirche

Künftige Erzieherinnen und Erzieher verabschieden sich vom Korbacher Fröbelseminar

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Die Lerngruppe der Praxisintegrierten Ausbildung am Korbacher Fröbelseminar, mit den Mentorinnen Sonja Gerdes links und Silke Holland rechts.

Korbach. Verschiedene Wege gibt es zum Erzieherberuf - am Korbacher Fröbelseminar wurden 69 Absolventen verabschiedet. Ein Wunsch für sie: Haltung, gerne auch Kritik.

Einen feierlichen Ort hat sich das Fröbelseminar für die Verabschiedung von 69 Menschen auf dem Weg in den Erzieher-Beruf ausgesucht: die Nikolai-Kirche. „Es ist nicht irgendeine Schule, sondern das evangelische Fröbelseminar“, betonte Pfarrer Steffen Blum zur Begrüßung – er ist selbst als Dozent tätig. So wusste er auch, was er den Absolventen wünscht: „Bleiben sie fröhlich.“ Und ebenso: neugierig, kritisch und behütend.

So sah es auch Direktor Prof. Freimut Schirrmacher: „Was wir wollen, ist eine Haltung“, definierte er das Ziel der Ausbildung. Wie sich die Welt verändere, wisse niemand, was auf dem Lehrplan stehe, sei also immer eine Prognose. An die Ausbildung auf Bachelor-Niveau schließe sich also „lebenslanges, forschendes Lernen“ an. Wichtig dabei sei Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit zu fördern und den kritischen Blick auch auf die eigene Einrichtung nicht zu verlieren.

Die Mentorinnen der Praxisintegrierten Ausbildung sahen ihre Absolventen da auf einem guten Weg: „Sie waren sehr diskussionsfreudig“, sagte Silke Holland und Sonja Gerdes fügte hinzu: „Es war eine Gruppe, die zusammenhielt und half, wenn andere mit Problemen oder Ungerechtigkeit konfrontiert waren.“ Menschen verschiedenen Alters mit unterschiedlichen Hintergründen seien zusammengekommen, blickte Maria Baiz für ihre Klasse zurück – Diskussionen führten zu Ideen. Moritz Hintermeier blickt voraus: „Uns stehen als Erzieher alle Türen offen, um an einer offenen und inklusiven Weltgemeinschaft zu arbeiten.“

Die Lerngruppe der Vollzeitausbildung am Korbacher Fröbelseminar, mit Steffen Blum rechts.

Die Klasse der Teilzeit-Ausbildung verabschiedete Claudia Bremer-Müller: „Ich hatte Glück, noch mal eine Klasse wie Sie am Ende meiner Laufbahn zu haben“, erklärte die Stellvertretende Schulleiterin für den Standort Korbach. Die Klasse sei dynamisch wie ein Tornado, am Ende standen gute Ergebnisse. Es sei ihnen gelungen, Ehrgeiz und Einheit zu verbinden: Auf dem Weg zum Erfolg haben sie sich gegenseitig unterstützt. Die netten Worte gab die Klasse mit einem Kanon im Chorraum zurück.

Claudia Bremer-Müller verabschiedete in Vertretung auch die in Vollzeit ausgebildeten Absolventen: „Sie haben mit 28 Leuten angefangen und mit 28 geendet – das ist eine ganz besondere Leistung.“ Nicht nur das: „Sie hatten Kritisches zu sagen, haben es aber immer gut verpackt“, lobte sie. Die Absolventen hatten für jeden Lehrer freundliche Worte. Ihre Vorstellungen seien in der Ausbildung noch übertroffen worden, sagte Melanie Becker für die Klasse: „Doch bei aller Freude kann man nicht vergessen, dass unsere gemeinsame Zeit endet.“

Die Lerngruppe der Teilzeit-Ausbildung mit  Claudia Bremer-Müller, vorne links.

Was bleibt? Mitschüler Lukas van Herzeele erinnerte sich an den ersten Schultag, an dem Claudia Bremer-Müller oft das Wort „verfröbelt“ verwendete, um den eigenen Charakter der Schule zu beschreiben. „Es ist praktisch unmöglich, hier seine Ausbildung zu beenden und nicht ,verfröbelt‘ zu sein“, befand er schmunzelnd: „Und das ist nicht schlimm.“

Die Absolventen des Fröbelseminars in Korbach

In der PIA (Praxisintegrierte Ausbildung) war das Berufspraktikum bereits integriert, mit dem Examen sind die Absolventen bereit für den Beruf: Maria Baiz, Martin Beuthert, Gabriele Fischer Hermes, Moritz Hintermeier, Carina Hoppe, Lea Kaczmarek, Julian Kirchhoff, Kristin Kleingries, Janina Lange, Frank Mertins, Alina-Yvonne Müller, Heike Müller, Ann-Katrin Pohlmann, Ann-Kathrin Schmidt, Vince Schmidt, Sina Schmidt, Thomas Senst, Carolin Warnecke und Astrid Westmeier. 

Für die beiden anderen Klassen steht das einjährige Berufspraktikum noch aus. Die Vollzeit-Ausbildung von zwei Jahren absolvierten: Cynthia Adamczyk, Sara Ahmadi Olha Baiz, Melanie Becker, Joanna Bengs, Malena Blaschke, Thorsten Block, Lara Born, Tiana Emde, Oliver Fülling, Leila Gabizova, Kathrin Heuer, Annika Kapler, Anna-Maria Koch, Celine Kolbe, Anita Kolomiez, Jannik Kröger, Kristin Künstel, Maik Makowski, Josefine Pöge, Ronja Pohlmann, Joel Jair Rott, Elisabeth Schröder, Sarah Schulz, Ann-Christin Sell, Julia Sündhoff und Lukas Van Herzeele. 

Die Teilzeit-Erzieher-Ausbildung (TEA) dauerte drei Jahre. Sie absolvierten Sebastian Albrecht, Carolin Backhaus, Lena Becker, Dorothee Bock, Anja Dzialach, Michèl Plett, Stephanie Fritsch, Martina Haase-Schmidt, Stefanie Hommer, Jana Jungclaus, David Müller, Beate Christina Rinke, Angela Sakowski, Christina Schultze, Ingrid Sommer, Arthur Tangel, Josefin Tyska, Stephanie Elisabeth Freifrau Treusch von Buttlar-Brandenfels, Iris Wastl, Heidrun Werner, Anne Wilhelmi und Bianca Zelder

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