Innenausbau im neuen Trakt des Stadtkrankenhauses hat begonnen

Künftige Räume lassen sich erahnen

Korbach - Die Klinik-Erweiterung am Korbacher Stadtkrankenhaus liegt im Zeitplan: Im Frühjahr 2016 soll der neue Trakt mit Intensivstation, Pflegebetten und (geplantem) Hubschrauber-Landeplatz den Betrieb aufnehmen.

Was mal die Intensivstation werden soll, strahlt noch den spröden Charme einer ungemütlichen Turnhalle aus: Eine riesige Fläche im Erdgeschoss, unterbrochen nur von ein paar Pfeilern. Grauer, nackter Beton, wohin das Auge blickt. Ein Stück weiter haben die Trockenbauer schon begonnen, Wände aufzustellen. Erste Räume lassen sich erahnen: Da entstehen Patientenzimmer mit Dusche und WC. Bis zu 20 Handwerksfirmen arbeiten derzeit im und am Neubau. „Alles ist im Zeitplan“, sagt Klinik-Geschäftsführer Christian Jostes. Ende 2015 soll der Bau fertiggestellt und im ersten Quartal 2016 bezugsfertig sein. Dann verfügt die Korbacher Klinik über drei neue Pflegestationen mit jeweils 34 Betten, einschließlich einer speziell betreuten „Intermediate-Care-Station“, eine neue Intensivabteilung, Zentralküche und Zentrallabor. Insgesamt rund 20 Millionen Euro investiert das Stadtkrankenhaus zur Erweiterung und Modernisierung. Knapp 15 Millionen Euro der Gesamtsumme steuert das Land Hessen bei, rund 5,2 Millionen muss die Klinik aus der eigenen Kasse zahlen. „Aktuell sind Aufträge für 13 Millionen Euro vergeben, davon sind sechs Millionen Euro bereits abgerechnet“, sagt Eckhard Freund, Technischer Leiter des Krankenhauses. Gut die Hälfte der Baukosten mache die technische Installation aus, erklärt Freund. Im Erdgeschoss entsteht die neue Intensivstation mit zehn Betten plus vier Betten mit einer sogenannten Stroke Unit für die Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten. Als Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation bekommt das Krankenhaus außerdem eine Intermediate-Care-Einheit. Hier werden Patienten mit hohem Betreuungs- und Überwachungsaufwand betreut, die aber nicht mehr auf die Intensivstation müssen. Pro Etage entstehen darüber hinaus jeweils 16 Zwei-Bett-Zimmer und zwei Ein-Bett-Zimmer.Geplant ist auch ein neuer Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach des Anbaus – eine große tellerförmige Plattform auf einem Stahlgerüst, die leicht über die Dachfläche des Klinikums hinausragt und fast die Höhe eines ganzen Geschosses hat. Statisch ist das für das neue Gebäude kein Problem. Nur: Die Finanzierungsfrage ist immer noch nicht geklärt. Es seien aber Konzepte da, sagt Eckhard Freund, der mit einer baldigen Lösung rechnet. Bis klar ist, wer wie viel für den neuen Landeplatz zahlt, wird auf dem Dach des mehrstöckigen Gebäudetraktes aber nicht weitergebaut. Weiter geht es unterdessen an der Fassade: Nachdem nun alle Fenster eingebaut sind, soll in der kommenden Woche mit dem Außenputz begonnen werden. Von Lutz Benseler

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