Erstes Hoffest in Immighausen lockt rund 1000 Besucher an

Kunst und Genuss auf Caspes Hof

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Lichtenfels-Immighausen - Ein Hoffest zum Bummeln und Wohlfühlen: Beim Glas Holundersekt zur Begrüßung am Eingang wurde den Gästen gleich klar, dass sie herzlich eingeladen waren, zu einem Augenschmaus mit zahlreichen Möglichkeiten, es sich gut gehen zu lassen.

Die auf dem 1500 Quadratmeter großen Innenhof glücklich angeordnete Mischung aus kulinarischen Angeboten, Kosmetik und Kunsthandwerk traf denn auch den Sinn für Schönheit beim zahlreich erschienen Publikums, das gern auch länger blieb, denn an den Ständen gab es viele Angebote, die mehr als einen Blick wert waren.

Die ausführliche Betrachtung von Blumenkunst, künstlerisch gestaltetem Schmuck oder der Herstellung von neuen Pfeilspitzen in alter Handwerkskunst weckte nicht nur Appetit auf den Erwerb gelungenen Arrangements, in alter Technik gefertigten Gegenständen oder Honigspezialitäten, - der Bummel machte auch hungrig. Sonntagnachmittag um halb drei war denn auch das letzte von 32 Kuchenblechen ausverkauft, fünf Frauen aus dem Ort rührten spontan frischen Waffelteig an, um zur eigentlichen Kaffeezeit nicht mit leeren Händen dazustehen.

Zusätzliche Kaffeekochgelegeneiten wurden außerdem geschaffen und mittels Nachbarschaftshilfe auch die zum Betrieb erforderliche Energie. „Im Verlauf des Nachmittags waren auch sämtliche 640 Würstchen weg, vom Ofenkuchen hätten wir doppelt so viel verkaufen können“, blickt Margarete Stracke auf den nie geahnten und, mit vereinten Kräften, doch erfolgreich bewältigten Ansturm bei der Premiere zurück, die zum Selbstläufer geriet.

Unter dem Eindruck des schrecklichen Unfalls in der Nacht zuvor hatten sich am Sonntagvormittag zahlreiche Jugendliche schon zum Gottesdienst im Hof zusammen gefunden, um die Trauer gemeinsam zu verarbeiten und die feinfühlige Predigt von Pfarrer Uffelmann zu hören, der die richtigen Wort fand, der Posaunenchor hatte schweren Herzens das geistliche Programm gespielt, die musikalische Begleitung des Festes aber aus persönlichen Gründen abgesagt. Johanna Roth spielte mit ihrer Geige ein Programm, das mit Titeln wie „Viva la vida“ gleichermaßen Trauer und Lebensfreude gerecht wurde.

Organisatorische Hilfe zum Gelingen kam von den Klostertrophy-Mönchen, die Caspes Hof alljährlich als Ausgangsbasis nutzen und als Dankeschön Bewirtung und Getränke und geradezu selbstverständlich das anstrengende Aufräumen übernommen hatten. „Am Tag danach sieht es schon wieder aus, als hätte hier nie etwas statt gefunden“, lobt Margarete Stracke den Einsatzeifer der Mönche.

Es bleiben die Eindrücke von einem gelungenen Fest mit zahlreichen Möglichkeiten, Schönheit zu erfahren, den Tag zu genießen oder seiner Gesundheit mit Honig und Heilpflanzen etwas Gutes zu tun. Die faszinierende Alternative zu anderen Festen bleibt, trotz des Erfolges, erst einmal eine Ausnahme, im kommenden Jahr wird es keine Wiederholung geben. Das Fest auf Caspes Hof soll etwas besonderes bleiben, so Margarete Stracke, die sich in Zukunft aber durchaus ein etwas anderes Winterfest vorstellen kann, das keinesfalls in Konkurrenz zu den Weihnachtsmärkten stehen soll.

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