„Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst“ in Sachsenberg - Fernseheh begleitet Projekt

Kunstwerk aus Ziegelsteinen im Blick

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Jochen Bischoff und Helga Wagner machen Musik zum Hofstadtplatzfest.

Lichtenfels-Sachsenberg - In Sachsenberg drehte sich schon immer viel um Kunst. Seitdem der Ort aber an dem Projekt „Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst“ teilnimmt, geht es richtig rund: Als großes Gemeinschaftsprojekt ist ein Kunstwerk aus Backsteinen geplant.

Frank Bölter aus Köln kann nicht nur Kunst, er kann die Menschen auch zu ihr hinführen, sie animieren, selbst und gemeinsam kreativ zu werden. Das ist ihm fast noch wichtiger als die Kunst selbst - und das hat er in den vergangenen zweieinhalb Monaten, die er als Stipendiat des bundesweiten Projekts „Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst“ nun schon in Sachsenberg lebt und arbeitet, mehrfach unter Beweis gestellt.

Am Mittwochabend kamen Sachsenberger bei einem kleinen Fest am Hofstadtplatz zusammen, um darüber zu entscheiden, welches Kunstwerk sie in den kommenden drei Monaten gemeinsam für ihr Städtchen anpacken wollen. Denn großes Ziel des Projekt ist es, aus dem kreativen Potenzial des Ortes Kraft für seine Zukunft als kulturelle Gemeinschaft zu schöpfen. Um sich einen Eindruck von der Kunstaktion in Sachsenberg zu verschaffen, waren auch Dr. Stephan A. Lütgert und Konstanze Hartmann-Boudol von der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft aus Berlin angereist, die das Stipendium ausgeschrieben hat.

Nachdem Helga Wagner und Jochen Bischoff mit ihren selbst gebauten Instrumenten Musik dargeboten hatten, kam unter Frank Bölters Moderation schnell die Diskussion in Gang über die verschiedenen Vorschläge, die Frank Bölter, aber auch Sachsenberger gemacht hatten. Am meisten Anklang fand schließlich die Idee von Bernd Saalfrank, Ziegelsteine aus Sachsenberger Kellern, Gärten und Scheunen nach eigenem Geschmack zu bemalen oder zu beschriften und zu einem Ziegelmonument aufzubauen. Das könne über Jahre hinweg vervollständigt oder auch unvollendet bleiben - ein Projekt mit großer Eigendynamik.

In den nächsten Tagen wird die Frage geklärt, wo das Monument entstehen könnte. Auch steht die Frage im Raum, ob es bei dem einen Kunstwerk bleiben muss oder sich daran weitere Werke knüpfen könnten. Sobald das geklärt ist, „treffen wir uns und fangen einfach an“, sagte Frank Bölter.

Das Projekt wird von ZDF/Arte durch regelmäßige Dreharbeiten begleitet. Im Herbst wird die sechsteilige Dokumentation auf Arte ausgestrahlt. (md)

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