Helmscheid: Mehr als 23 300 Milchkühe · Rinderzüchter bei Bürger-Grebe

Landkreis bleibt Milchhochburg

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- Korbach-Helmscheid (lb). Gegen den Hessentrend: Waldeck-Frankenberg hat die Zahl der Milchkühe gehalten. Landesweit sei die Zahl gesunken, hieß es auf der Versammlung der Rinderzüchter aus dem Landkreis am Dienstag.

Die Zahl der Betriebe mit Milchvieh in Hessen ist weiter rückläufig. Anfang Mai hat es hessenweit 3943 Halter mit 149 093 Milchkühen gegeben und damit gut fünf Prozent weniger als noch vor Jahresfrist, so Zahlen des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden. Insgesamt wurden 465 759 Rinder in Hessen gezählt. Die meisten davon standen in den Landkreisen Fulda (68 150), Waldeck-Frankenberg (61 969) und dem Vogelsbergkreis (55 544).

„Im Landkreis haben wir die Zahl der Milchkühe gehalten“, sagte Martin Schäfer, Kreisvorsitzender der Zucht- und Besamungsunion Hessen. Sie lag im Mai bei 23 346. Die Zahl der Betriebe sei allerdings rückläufig. Die Statistik des Landes führt insgesamt 1180 Rinderhalter in Waldeck-Frankenberg auf, im Vorjahr waren es noch 1229.

Zu den Betrieben, die in den vergangenen Jahrzehnten stark expandiert haben, zählt der Hof Bürger-Grebe. Der Helmscheider Familienbetrieb stellte sich im Rahmen der Bezirksgruppenversammlung der Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) und des Hessischen Verbands für Leistungs- und Qualitätsprüfung in der Tierzucht (HVL) vor. Rund 80 Rinderzüchter aus Waldeck-Frankenberg kamen der Einladung nach. 50 Milchkühe hatte Familie Bürger-Grebe 1985 im Stall stehen. Mittlerweile sind es 200 Milchkühe und 200 weibliche Rinder zur Nachzucht.

Insbesondere in den vergangenen fünf Jahren hat der Helmscheider Betrieb investiert: 2006 wurde ein neuer Stall für 190 Kühe mit Melkkarussell gebaut. 2007 eröffnete die Familie das Kuhstall-Café, das einen Blick in den neuen Boxenlaufstall ermöglicht.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 16. Dezember.

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