Korbach

Lange warten auf das Wunder

- Korbach (jk). „Wunder gibt es immer wieder“, sang Katja Ebstein ehedem. So hat die Stadt Korbach im Haushaltsjahr 2009 um satte 3,3 Millionen Euro besser abgeschnitten als befürchtet. Doch das dicke Ende kommt erst noch.

Zum Jahresabschluss des Zahlenwerks 2009 beschwor denn auch Bürgermeister Klaus Friedrich am Mittwoch auf WLZ-Nachfrage noch ein ganz anderes Lied der Schlagersängerin: „Nur noch weinen …“ Und irgendwie ist die Finanzlage der Kreisstadt mittendrin zwischen Hoffen und Bangen. Zunächst das Erfreuliche, wie Stadtkämmerer Ralf Buchloh und Birgit Handt mit der Jahresrechnung 2009 im Finanzausschuss des Parlaments bilanzierten: Korbach verbuchte knapp 800 000 Euro mehr Gewerbesteuer als geplant. Damit kletterte dieser Posten auf rund 5,6 Millionen Euro zum Jahresabschluss. Überdies flossen etwas mehr Grundsteuer und Einkommensteuer ins Stadtsäckel. Zugleich gab es Einsparungen von Porto über EDV bis Straßenbeleuchtung. Auch die Kreis- und Schulumlage war mit knapp 10 Millionen Euro auf einen Stand von 2005 abgeschmolzen. Denn 2008 musste Korbach noch über 12 Millionen Euro an die Kreiskassen abführen. So sprach Dr. Eckhard Drebes (CDU) im Ausschuss von einem „rückwirkenden Wunder“. Denn immerhin brachte das Jahr 2009 rund 3,3 Millionen Euro Verbesserungen. Damit schrumpfte das Minus im Ergebnishaushalt (Gewinn- und Verlustrechnung) auf rund 1,5 Millionen Euro. Anfang 2009 befürchtete die Stadt noch ein Defizit von über 4,7 Millionen Euro. Das Fazit von Helmut Schmidt (SPD) fiel in der Beratung erleichtert aus: „Die Entwicklung ist sehr positiv. Wir sehen, dass die Verwaltung spart.“ Was die Finanzexperten im Rathaus am Mittwoch bilanzierten, war aber nur der Blick auf Schnee von gestern. Das laufende Jahr 2010 haut nämlich kräftig ins Kontor. „Wir liegen auf Plan“, signalisiert Ralf Buchloh, Leiter der Finanzabteilung. Will heißen: Das Jahr entwickelt sich bislang so, wie im Zahlenwerk befürchtet. Und das sind laut Haushaltsplan rund neun Millionen Euro Minus bis Silvester. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Donnerstag, 17. Juni 2010.

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