Korbach

Leader-Programm auch gut für Korbach

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- Korbach (jk). Das Leader-Programm zur Regionalentwicklung schiebt Investitionen von rund 1,5 Millionen Euro allein in Korbach an – ob Existenzgründungen, Tourismus, Kultur oder Energie-Projekte.

Mehr Erlebnis im Goldbergwerk, geplante Eisenberghütte für Gastronomie, „TanzEtage“ Korbach, „Lecker Essen aus Nordhessen“ – das Spektrum des Leader-Programms zur Regionalförderung ist breit. Im Korbacher Parlament zog Bernd Wecker als Regionalmanager des Projektbüros „Bioline“ (Lichtenfels) eine umfassende Zwischenbilanz im Korbacher Parlament. Das Programm der Europäischen Union (EU) läuft von 2007 bis 2013. Korbach bildet dabei mit Diemelsee und Willingen die Förderregion „Naturpark Diemelsee“. Die Aussichten sind gut, betont Wecker: „Noch ist Geld da. Wir freuen uns über jeden Antrag.“

Das Programm der EU soll Impulse setzen für den ländlichen Raum. Da geht es nicht um frische Farbe für alte Häuser, sondern vor allem um nachhaltige Investitionen für Tourismus, Infrastruktur, Kultur und Wirtschaft. Seit 2008 stehen in der Leader-Region Diemelsee konkrete Förderprojekte an. 64 wurden in Sitzungen der Leader-Kommission präsentiert, 55 zur Förderung vorgeschlagen. Daraus wiederum resultierten 42 für konkrete Zuschussanträge. Wenn alle umgesetzt werden, addiert sich dies auf rund 4,6 Millionen Euro Investitionen – mit über 1,5 Millionen Euro Zuschüssen in den drei Leader-Gemeinden.

Etliche Vorhaben sind übergreifend für alle Naturpark-Gemeinden. Dazu zählen beispielsweise Wanderwege, Werbematerial, Regionalmessen,­ Geopark-Projekte, aber auch Einzelhandelskonzepte für die Gemeinden. So entstand das viel diskutierte jüngste Einzelhandelsgutachten für die Kreisstadt Korbach ebenso mit Lea­der-Förderung, unterstreicht Wecker. Speziell für Korbach summieren sich die geförderten Vorhaben bisher auf rund 850 000 Euro – mit Zuschüssen von knapp 174 000 Euro. Dazu zählen neben Goldbergwerk und „TanzEtage“ auch die Übernahme eines Malerbetriebs, die Erweiterung eines Autohauses (Existenzgründungen) und 2000 Euro Fördergeld für Technik der Freilichtbühne Korbach.

Noch in der Hinterhand schlummern derzeit Projekte mit weiteren rund 600 000 Euro Investitionen. Dies umfasst beispielsweise das geplante „Geo-Foyer“ an der Korbacher Fossilienspalte, einen möglichen Lebensmittelladen in der Korbacher Altstadt oder Unterstützung für das „Kuhstall-Café“ in Helmscheid.

Korbachs Parlamentarier nahmen Weckers Zwischenbilanz somit zufrieden auf. Zumal die Region „Naturpark Diemelsee“ hessenweit vorne sei, „was den Abruf der Fördermittel anbelangt“, sagt Wecker. Die Lea­der-Gemeinden möchten Fördertöpfe bis 2013 so weit ausreizen wie möglich. Anträge von Vereinen und privaten Investoren sind deshalb weiterhin willkommen. Informationen gibt es beim Planungsbüro „Bioline“ in Lichtenfels (Telefon 06454/911978).

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