Stadt muss 1600 Laternen austauschen

LED-Licht soll Korbach erhellen

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Korbach. - Korbach in neuem Licht: Nach und nach sollen moderne LED-Leuchten die alten Straßenlaternen ersetzen.

Knapp die Hälfte der Korbacher Straßenlaternen gehören zur Gattung der Hochdruck-Quecksilberdampflampen. „Die rund 1600 Leuchten müssen in den nächsten Jahren ausgetauscht werden“, sagt Elektroingenieur Dr. Klaus Petry (Offenbach), der im Auftrag der Stadt die Straßenbeleuchtung analysiert hat.

Hintergrund: In etwa drei Jahren, im April 2015, wird der Verkauf der quecksilberhaltigen Lampen innerhalb der Europäischen Union verboten. Grund ist die geringe Energieeffizienz der alten Technologie. Daher werden viele Kommunen in den kommenden Jahren ihre Straßenbeleuchtung auf modernere und energieeffiziente Technik umstellen müssen.

Mit LED-Lampen lassen sich die Anforderungen erfüllen, doch noch sind die Anschaffungskosten hoch, die Umrüstung rechnet sich nicht. Petry empfiehlt deshalb, vorerst abzuwarten und den Markt zu beobachten. Denn sinkende Preise für LED-Module zeichneten sich ab und die Energieeffizienz werde weiter zunehmen, so der Fachmann. Spätestens 2015 sollten die alten Quecksilberdampflampen aber umgerüstet werden. Bei Neubauten sei der Einsatz von LED-Technik schon jetzt sinnvoll. Insgesamt brennen etwa 3380 Lampen in den Korbacher Straßen durchschnittlich 4000 Stunden pro Jahr.

Hinzu kommt noch die Beleuchtung für Buswartehallen, Hinweisschilder und die Illumination an historischen Gebäuden. Die Stromkosten betragen durchschnittlich rund 230?000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen Kosten für Wartung und Betrieb von rund 65?000 Euro; verantwortlich dafür ist die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), mit der die Stadt sozusagen ein „Rundum-Sorglos-Paket“ abgeschlossen hat. (lb)

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