Thüringer Ministerin Marion Walsmann beim „rotarischen Brunch“ in Korbach

Licht für Myanmar, Lob für Europa

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Blumen für Staatsministerin Marion Walsmann von Clubpräsident Dr. Christian Lüders, auf dem Bild mit Petra Lüders und Clubsekretär Frank Mause.

Korbach - Beim „rotarischen Brunch“ spendeten Mitglieder und Gäste des Rotary-Clubs Korbach-Bad Arolsen mehr als 1000 Euro für das Projekt „Solarlampen für Myanmar“.

Der Rotary-Club Korbach-Bad Arolsen unterstützt unter Leitung seines Präsidenten Dr. Christian Lüders seit Mitte letzten Jahres das Projekt „Solarlampen für Myanmar“ der Stiftung „Life“ von Jürgen Gessner. Die moderne Lampe mit solarbetriebenem Akku kostet pro Stück 30 Euro. Die Lampen sind umweltfreundlich und ideal bei fehlender Stromversorgung. Sie spenden nicht nur Licht, sondern haben sogar einen USB-Anschluss für Mobiltelefone.

Die Stiftung vermietet sie für rund einen Dollar pro Monat an die ländliche Bevölkerung - das ist nur halb so viel, wie der Betrieb der althergebrachten Kerzen oder Petroleumlampen kostet. Die Mieterlöse gehen in eine Gemeinschaftskasse, die dem Dorf erstmalig eigenes Bargeld verschafft. Davon werden beispielsweise Materialien für Gemeinschaftsprojekte gekauft; so für den Wiederaufbau der durch einen Zyklon zerstörten Dorfschule in Amauk Ohm in der Provinz Bagan. Die Dorfmitglieder erbringen die notwendige Arbeitsleistung dazu.

Vom Erfolg dieser „Hilfe zur Selbsthilfe“ konnten sich die Clubmitglieder Christian Lüders, Wolfgang Jäger und Karl-Heinz Keudel mit ihren Partnerinnen selbst überzeugen: Sie besuchten im letzten Jahr die Provinz Bagan in Myanmar. Stiftungsmitglied Sascha Fuchs brachte anschauliches Informations- und Bildmaterial mit.

Gastrednerin beim Brunch war die thüringische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann. In ihrem Vortrag betonte sie die Bedeutung der Europäischen Union.

Union sichert den Frieden

Inzwischen beruhten viele Gesetze und Verordnungen auf EU-Normen. Das Prinzip der „Subsidiarität“ stelle dabei sicher, dass nur das geregelt werde, was die beteiligten Nationen nicht einzeln regeln könnten. Bei aller Kritik sichere die Union Frieden, Wohlstand und kulturellen Austausch - und das seit vielen Jahren. Gerade Deutschland als Exportnation verdiene an dem grenzenlosen Austausch von Waren und Dienstleistungen und profitiere insbesondere auch von der Gemeinschaftswährung.

Die musikalische Umrahmung gestaltete das 14-jährige Talent Torben Schott aus Goddelsheim am Flügel. Der vom Rotary-Club geförderte Jugendliche spielte Stücke von Reinhold Glière (1874-1956), Aram Chatschaturjan (1903-1978), George Gershwin (1898-1937) und Frédéric Chopin (1810-1849) sowie eigene Improvisationen.(r)

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