Korbach

Lichtblicke am Südbahnhof

- Korbach (jk). Ende 2013 könnten wieder Züge zwischen Korbach und Frankenberg rollen. Rund 14 Millionen Euro kostet die Streckensanierung. Land, Kreis und Kommunen sind aber stark gefordert.

Über die „Südschiene“ ist im wahrsten Sinne längst Gras gewachsen. Im Mai 1987 liefen die letzten regulären Personenzüge zwischen Korbach und Frankenberg. Danach verirrten sich hin und wieder Gütertransporte, 1997 auch noch ein paar Sonderfahrten zum Hessentag nach Korbach – doch seither vermodert die Strecke. Das gilt zumindest zwischen Korbach und Herzhausen. Denn der Abschnitt vom Edersee nach Frankenberg ist wenigstens für zeitweisen Betrieb offen gehalten, erklärt Joachim Kuhn, Chef der Kurhessenbahn. Güterzüge oder Sonderfahrten zum Nationalpark-Zentrum in Herzhausen bringen vorübergehend Leben auf die Gleise. Überdies hat die Kurhessenbahn dort seit 2005 schon Geld in die Streckensanierung gepackt. Damals verkündeten Land, Bahn AG, Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV) und Kreis den großen Wurf: 50 Millionen Euro zur Sanierung zwischen Marburg und Korbach. Aber schon Ende 2006 wurde ruchbar, dass aus dem pompös angekündigten Projekt vorerst nichts wird. 2007 kündigte der NVV einseitig die Verträge und ließ damit die Politik in Wal­deck-Frankenberg in die Röhre schauen. Wer heute die Röhren am Gleis bei Itter unter die Lupe nimmt, wird schnell feststellen, dass viel Geld fließen muss, damit hier jemals wieder ein Triebwagen rollt. Zwei Tunnel, zwei Brücken sind nicht mehr befahrbar. Und die Holzschwellen durchs liebliche Tal sind so verfault, „dass die Schienen auseinanderbrechen“, erklärt Kuhn. Allein rund 9,7 Millionen Euro wären fällig, um die Strecke zwischen Herzhausen und Korbach wieder in Betrieb zu nehmen. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Samstag, 11. September 2010.

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