Lichtenfels

Lichtenfels sucht Sparmöglichkeiten

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- Lichtenfels (den). Vertrackt ist die finanzielle Lage in Lichtenfels. Weil auch in diesem Jahr der Haushalt nicht ausgeglichen werden kann, muss sich die Stadt einer Finanzkur unterziehen.

Es geht um 570 000 Euro – rein theoretisch. So hoch liegen in diesem Jahr die „freiwilligen Leistungen“, zu denen kein Regierungspräsidium und kein Landkreis die Stadt aufgefordert hat. Dass diese Summe aber ohne Weiteres eingespart werden könnte, ist nach Ansicht von Bürgermeister Uwe Steuber illusorisch. Am kommenden Dienstag diskutieren die Stadtverordneten darüber, wie der Haushalt gesichert werden kann. Einsparungen ergeben sich höchstens in der Verwaltung, wobei Steuber auch hier langsam das Ende der Fahnenstange erreicht sieht. „Eigentlich sind es nur 80 000 Euro“, rechnet das Stadtoberhaupt vor. Mehr Manövriermasse sieht Steuber nicht. Der Beitrag im Naturpark Kellerwald-Edersee (11 500 Euro), die Mitgliedschaften im Hessischen Waldbesitzerverband (Kosten 2010: 1600 Euro) oder bei der Deutschen Kriegsgräberfürsorge (100 Euro) – alles nicht verhandelbar.

Mehr als 80 Einzelpositionen und Dauerbelastungen sind in den vergangenen zwei Jahren zusammengekommen. Der mit Abstand größte Einzelposten ist die Kinder- und Jugendarbeit (siehe Auflistung rechts). Allein 331 440 Euro überweist die Stadt jährlich an die Kirche, um die Kindergärten in ihrer jetzigen Größe und Ausrichtung beibehalten zu können. Die Stadtverordneten haben diese Linie zuletzt vor anderthalb Jahren erneut unterstrichen.

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