Musikzug der Adorfer Feuerwehr und Muziekvereinigung „Juliana“ geben Freundschaftskonzert

Märsche, Walzer und Rock-Medleys

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Die Bläser der Muziekvereinigung „Juliana“ aus Den Ham. Die Gäste aus der Partnergemeinde gaben beim Konzert in Rhenegge Einblicke in ihr Repertoire.

Diemelsee-Rhenegge - Ein mitreißendes Programm boten Musikzug der Adorfer Feuerwehr und Muziekvereinigung „Juliana“ am Freitagabend in der Rhenegger Schützenhalle.

Flotte Märsche, Walzerklänge, unvergessliche Hits von Elvis Presley und Michael Jackson, niederländische Schlager - die Besucher erlebten ein etwa zweieinhalbstündiges Konzert, das rundum begeisterte: In seinem 125. Jubiläumsjahr hatte der Spielmanns- und Musikzug der Adorfer Feuerwehr wieder die Freunde der Muziekvereinigung „Juliana“ aus der Diemelseer Partnergemeinde Den Ham zu Gast, beide Vereine gaben am Abend Einblicke in ihr breites Repertoire und spielten auch gemeinsam. Weil die Dansenberghalle wegen der Kreisseniorentage belegt war, wichen sie in die „frisch renovierte gute Stube“ der Rhenegger Schützen aus, wie es der Vorsitzende Matthias Arnhold formulierte.

Am Nachmittag waren die knapp 40 Freunde eingetroffen, die Adorfer empfingen sie am Feuerwehrhaus mit Kaffee und Kuchen. Untergebracht waren sie wieder überwiegend in Gastfamilien - angesichts der regelmäßigen gegenseitigen Besuche haben sich schon feste deutsch-niederländische Partnerschaften gebildet, daraus sei auch schon so manch private Freundschaft entstanden, sagte der Vorsitzende der Muziekvereinigung „Juliana“, Chris Brokke. Weitere Musiker übernachteten im Feuerwehrhaus und in einer Ferienwohnung.

Am Abend versammelten sie sich in Rhenegge. Beide Musikgruppen begrüßten die eintreffenden Besucher mit zwei Stücken. Der Spielmanns- und der Musikzug folgten mit den Stücken „Hotline“ und „Berglandkinder“. Nur der Musikzug spielte unter der Leitung von Stefan Klemme „Chicago Festival“, den südamerikanischen Walzer „Über den Wellen“ und ein Medley mit Hits des „King of Pop“, Michael Jackson.

Ein in waldeckischen Breiten ungewöhnliches Klangbild präsentierte die „Malletband“ unter der Leitung von Bart Tip: Mit Xylophonen, Trommeln, Becken, Percussions und anderen Schlaginstrumenten interpretierte sie mitreißend Bill Haleys Klassiker „Rock around the clock“, den „Toto“-Hit „I can‘t stop loving you“ oder drei niederländische Schlager - da zog sogar eine spontane Polonaise durch die Halle. Die Niederländer spielten bei jedem Stück in wechselnder Besetzung.

Die Muziekvereinigung unter der Leitung von René Bos begann mit dem konzertanten „Ross Roy“, ließ den Marsch „Everest“ folgen und überzeugte dann mit zwei Medleys aus Hits von Elvis Presley und „Deep Purple“. Dass beide Vereine auch musikalisch harmonieren, bewiesen sie nochmals zum Abschluss: Ohne vorher groß geprobt zu haben, spielten Diemelseer und Niederländer gemeinsam „Easy Lover“ von Phil Collins und einen Marsch.

Bei der prächtigen Stimmung in der Halle hatte die Hesborner Band „Moskito live“ ein leichtes Spiel, die Tanzfläche zu füllen. Zuvor jedoch hatte noch die „Adorfer Knüppelmusik“ ihren Auftritt, die elf Trommler lieferten mit Snaredrums, Toms und klassischen Trommeln eine gelungene Performance, sogar auf Barhockern spielten sie. - Chris Brokke kann sich noch an die Anfänge der Freundschaft erinnern. Im Sommer 1970 habe ein Mitglied von „Juliana“ Urlaub in Heringhausen gemacht. Er sei ins Gespräch mit dem damaligen Adorfer Bürgermeister Karl Klemm gekommen. So kam es zur Einladung nach Den Ham, im Oktober starteten die Adorfer. 1971 folgte der Gegenbesuch der Muziekvereinigung in Diemelsee: „Da war ich schon dabei“, erzählt Brokke.

Am Samstag besuchten die Musiker das historische Schießen der Adorfer Schützengesellschaft. Abends gab es eine Feier im Feuerwehrhaus.

Gestern hieß es nach dem Mittagessen, Abschied zu nehmen. Möglicherweise kommen die Adorfer nicht erst in drei Jahren zum Gegenbesuch, sondern bereits im nächsten Jahr. Dann besteht die Freundschaft beider Vereine seit 45 Jahren. Und: Die Muziekvereinigung wird 95 Jahre alt. Inwieweit dies gefeiert werde, müsse aber noch abgestimmt werden, sagte Brokke. (sg)

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