Korbach

St. Marien feiert kunterbuntes Gemeindefest

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- Korbach. Steine scheinen leblos, starr und bewegungslos. Dass man sie auch mit Leben füllen kann, bewiesen gestern die Gemeindemitglieder der St. Marienkirche. Sie feierten mit vielen Gästen anderer Konfessionen 100. Geburtstag.

Etwas unscheinbar liegt er verborgen, der Grundstein der St. Marienkirche. Am 19. Juni 1910 hatten ihn die damaligen Gläubigen an die heutige hintere Ecke des Kirchengebäudes gesetzt. Die nachfolgenden Generationen haben auf ihn aufgebaut, haben die Kirche und ihre Gemeinde geformt. So ist es kein Zufall, dass an der Rückseite der fast auf den Tag genau 100 Jahre alten Marienkirche der Geburtstag begann, der ausgelassen, heiter und überaus fröhlich vonstatten ging. Nicht nur Katholiken feierten. Auch die evangelischen Nachbargemeinden waren der Einladung zum 100. Geburtstag gerne gefolgt. Und sie zeigten, dass innerhalb eines Jahrhunderts aus Skepsis Freundschaft, aus Ablehnung Zuneigung geworden ist, eine gelebte Ökumene.„Wir befinden uns hier an einem ungewöhnlichen Ort“, hatte Vikar Stefan Schneider die Feierlichkeiten nahe des Grundsteins eingeläutet. Hier schauten die zahllos erschienenen Gemeindemitglieder zurück in die Vergangenheit, blickten aber auch in die Zukunft. „Unsere Gemeinde gestalten – das müssen wir schon selbst“, spornte Gemeindereferent Burkhard Speicher die versammelte Festgemeinde an.

Mit einer Messfeier schloss sich der nächste Tagesordnungspunkt nahtlos an. „Lebendige Steine“ – dieses Motto hat sich die Gemeinde für diese und die kommenden Feierlichkeiten in den folgenden fünf Jahren ausgesucht. „Jesus Christus ist der Schlussstein, der alles zusammenhält“, ließ Erzbischof Hans-Josef Becker ausrichten. „Diese Kirche ist ein Erbe, das verpflichtet.“Eine Bildergalerie finden Sie hier.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Montag, 21. Juni 2010.

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