Arbeitskreis würdigt Werk des Korbacher Franziskanermalers

Marienaltar der Korbacher Nikolaikirche wird im nächsten Jahr 500 Jahre alt

Vor dem 1518 vollendeten Marienaltar in der Korbacher Nikolaikirche – von links: die Arbeitskreis-Mitglieder Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Heinz Merl, Dr. Esther Meier, Britta Hein, Dr. Peter Witzel, Sabine Neuhaus, Walter Hellwig und Pfarrerin Manuela Wolske
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Vor dem 1518 vollendeten Marienaltar in der Korbacher Nikolaikirche – von links: die Arbeitskreis-Mitglieder Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Heinz Merl, Dr. Esther Meier, Britta Hein, Dr. Peter Witzel, Sabine Neuhaus, Walter Hellwig und Pfarrerin Manuela Wolske.

Korbach. Der Marienaltar in der Nikolaikirche ist das erste bekannte Werk des Korbacher Franziskanermalers. Das gotische Meisterstück wird im nächsten Jahr 500 Jahre alt. Im Jubiläumsjahr will ein Arbeitskreis den Meister, sein Werk und seine Werkstatt ins öffentliche Bewusstsein bringen.

Die Initiative dazu hat Dr. Peter Witzel ergriffen, ein ausgewiesener Kenner der waldeckischen Kirchenkunst. Im vorigen Oktober hat sich ein Arbeitskreis zusammengeschlossen, dem Mitglieder der Korbacher Bezirksgruppe im Waldeckischen Geschichtsverein, die evangelischen Stadtkirchengemeinde, der Bürgerverein „Sankt Kilian“, das Wolfgang-Bonhage-Museum der Hansestadt und Privatleute angehören.

Sachverständigen Rat hat sich die Gruppe bei der Privatdozentin Dr. Esther Meier geholt, die Vasbeckerin lehrt am Institut für Kunst und Materielle Kultur der Technischen Universität in Dortmund. „In Korbach haben wir einen Maler, sein dazugehöriges Kloster und sein Werk, das ist für das Gebiet nördlich der Alpen ein seltener Fall, das macht ihn besonders“, sagt Dr. Meier. „Wir wissen durch ihn, dass es eine Werkstatt in Korbach gab.“

Vier Werke seien bekannt, drei sind in Waldeck zu bewundern:

  • Der Marienaltar in der Korbacher Nikolaikirche wird 2018 stolze 500 Jahre alt.Der Franziskus-Altar in der Nieder-Warolderner Fachwerkkirche entstand 1519.Ein Altar für die Kölner Kirche „Sankt Pantaleon“ ist wohl um 1520 entstanden, er ist nur unvollständig erhalten.Der Kreuzigungsaltar in der Korbacher Kilianskirche stammt aus dem Jahr 1527.
  • Der Franziskus-Altar in der Nieder-Warolderner Fachwerkkirche entstand 1519.Ein Altar für die Kölner Kirche „Sankt Pantaleon“ ist wohl um 1520 entstanden, er ist nur unvollständig erhalten.Der Kreuzigungsaltar in der Korbacher Kilianskirche stammt aus dem Jahr 1527.
  • Ein Altar für die Kölner Kirche „Sankt Pantaleon“ ist wohl um 1520 entstanden, er ist nur unvollständig erhalten.Der Kreuzigungsaltar in der Korbacher Kilianskirche stammt aus dem Jahr 1527.
  • Der Kreuzigungsaltar in der Korbacher Kilianskirche stammt aus dem Jahr 1527.

Im Jubiläums Jahr 2018 sind eine Reihe von Angeboten geplant.

Am Samstag, 3. November 2018, soll es im Bürgerhaus ein wissenschaftliches Symposium geben, das allen Interessenten offen steht.

Am Sonntag, 4. November, folgt in der Nikolaikirche ein Festgottesdienst mit Bischof Prof. Martin Hein.

In den Wochen vor dem Jubiläumswochenende plant das Wolfgang-Bonhage-Museum eine Ausstellung über den Franziskanermaler.

Auch Dr. Peter Witzel widmet sich 2018 in einem Vortrag dem Künstler.

Im Rahmen der Korbacher Stadtführungen soll im Oktober und November 2018 ein Schwerpunkt auf den Maler und seine beiden Korbacher Altäre gelegt werden.

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