Epperin erkundet mit ihrem Mann Thomas die Welt

Mehr als 30 Länder kennt sie schon: Julia Wrobel bloggt über ihre Abenteuer

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Julia und Thomas Wrobel in Patagonien in Chile.

Korbach/Düsseldorf. Sobald sie Urlaub haben, sind sie weg: Julia und Thomas Wrobel sind echte Weltenbummler. Dutzende Länder haben die Epperin und ihr Mann bereits besucht, die nächsten Fernreisen sind schon geplant. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse schreiben sie im Online-Tagebuch „Off to travel“ und geben Tipps beispielsweise zur Fortbewegung in Japan und zum Fotografieren von Nordlichtern.

Wie viele Länder sie schon besucht haben? „Puh, da muss ich mal nachzählen“, sagt Julia Wrobel, geborene Rupprath, und lacht. Bis auf die Antarktis haben die beiden schon jeden Kontinent gesehen, waren unter anderem in Alaska und Neuseeland, in Südafrika und Chile, in Japan und Hawaii.

Schon bevor Julia und Thomas ein Paar wurden, haben sie die erste Städtereise gemacht, sagt die 31-Jährige. Das Reisen ist ihre große Leidenschaft. Urlaubstage, an denen sie einfach mal Zuhause in Düsseldorf sind? Gibt es nicht. „Wenn wir Urlaub haben, sind wir immer weg.“ Auch verlängerte Wochenenden nutzen sie oft für Trips.

Von der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt aus geht es in die Welt. Etwa drei Fernreisen macht das Paar jedes Jahr. „Von Freunden wurden wir schon oft nach Reisetipps gefragt“, sagt Julia Wrobel, die an der Korbacher Alten Landesschule ihr Abi machte, bevor sie nach Düsseldorf zog. So entstand die Idee, ein Reisetagebuch zu führen. Dort berichten sie von positiven wie negativen Erlebnissen ihrer Reisen. „Wir nehmen dort kein Blatt vor den Mund.“

Tanzende Nordlichter

Mit dem Start ihrer Weltreise begannen sie auch den Blog. Neun Länder in sechs Monaten haben sie besucht: Alaska, Hawaii, China, Singapur, Kambodscha, Vietnam, Südafrika, Argentinien, Chile und Bolivien. Für das Paar eine unglaubliche Erfahrung – und das nicht zum letzten Mal. „Wenn wir Kinder haben, wollen wir noch einmal eine Weltreise machen.“

An drei Erlebnisse dieser Tour erinnert sich Julia Wrobel, die wie ihr Mann im Online-Marketing arbeitet, besonders gern: „So etwas wie die Nordlichter in Alaska habe ich noch nie gesehen, sie haben richtig über uns getanzt.“ Auf Hawaii waren sie nur wenige Meter von einem Vulkanausbruch entfernt. Sie weiß: Solche Erlebnisse kann man nicht planen, dazu gehört Glück. Eine Herde Elefanten war es in Südafrika, die sich in ihr Gehirn eingebrannt hat. „Wir haben eine Jeeptour gemacht, als 30 bis 40 Tiere an einen Fluss kamen. Das war ein krasses Erlebnis.“ Dabei habe sie Südafrika nie sonderlich gereizt. Nun sei sie Fan: wegen der Tierwelt, aber auch wegen des guten Essens und des Weins.

Gestohlenes Schaf

Ihr Favorit bisher sei jedoch Chile. Viele würden dabei zunächst an Gefahren wie durch Drogen oder Banden denken. „Wir hatten Respekt.“ Doch die einzige Kriminalität, die sie dort erlebt hätten, sei ein gestohlenes Schaf gewesen, auch Kühe würden manches Mal geklaut. Die Holzhütte, in der sie damals übernachteten, hatte nicht einmal einen Schlüssel, berichtet sie. „Und die Natur dort hat mich umgehauen.“

Mehr als 30 Länder sind es bisher gewesen, die das Paar gesehen hat, wie sie später noch berichtet. Sie hat nachgezählt. Und die nächsten Reisen sind schon geplant: Im Oktober geht es nach Mauritius und La Réunion zum Entspannen und Wandern, im Februar nach Neuseeland, um den nördlichen Teil zu erkunden. Den Süden kennen sie bereits.

Wohin es geht, wird übrigens mitunter spontan entschieden. Je nachdem, welche günstigen Flüge sie buchen können. Weit oben auf ihrer Liste stehen noch Neufundland und Spitzbergen. Aber auswandern? Das können sie sich nicht vorstellen. „Dazu sind mir Familie und Freunde zu wichtig. Das Soziale würde mir fehlen.“ Sie genießt die Vorzüge Deutschlands: Ob es das Brot ist, das ihr im Urlaub oft fehlt, oder geordnete Supermärkte.

Reiseberichte und Tipps auf www.off-to-travel.com.

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