Profitieren sollen vor allem Ältere und Menschen mit Behinderungen 

Mehr Lehnen an den Bänken in der Korbacher Fußgängerzone geplant

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Typisches Bild in der neu gestalteten Korbacher Fußgängerzone: Die meisten Bänke haben keine Rückenlehne. Das soll sich nun ändern. 

Korbach – Ältere Menschen sollen in der Korbacher Fußgängerzone bequemer sitzen können. Das fordern die Aktiven Bürger, die in dieser Woche einen entsprechenden Antrag im Ausschuss für Umwelt und Bauen sowie im Haupt- und Finanzausschuss eingebracht haben.

„Wir wollen, dass 4000 Euro in den Haushalt 2020 eingestellt werden, damit davon weitere Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen aufgestellt werden. Ältere Menschen benötigen diese Art des Sitz-Komforts. Fast alle Bänke in der Fußgängerzone sind ohne Lehne“, sagte Axel Krüer, Fraktionsvorsitzender der Aktiven Bürger.

Helmut Schmidt (SPD) stimmte Axel Krüer mit Blick auf die überwiegend ohne Rückenlehnen ausgestatteten Bänke in der Fußgängerzone zu. Es sei absolut sinnvoll, den Sitz-Komfort zu erhöhen – gerade mit Blick auf die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen. Im neu gestalteten Bereich in der Bahnhofstraße bis hin zum Loch gebe es in der Tat nur eine Bank mit Rückenlehne.

„Wir wollen ja Leute dazu bringen, in unsere Einkaufsstadt zu kommen“, sagte Schmidt. Er bezweifelte allerdings ebenso wie Peter Mangold (Grüne), dass 4000 Euro ausreichen würden, um das Problem zu beheben.

Grundsätzlich stelle sich auch die Frage, ob überhaupt ein neuer Posten zur Finanzierung in den Haushalt eingestellt werden müsse. „Können wir das nicht mit unseren vorhandenen Mitteln bezahlen?“, fragte Mangold.

Andreas Sinsch von der Finanzabteilung im Korbacher Rathaus berichtete, dass immer noch Restmittel für die Fußgängerzone übrig seien und diese für die genannten Maßnahmen eingesetzt werden könnten. Bürgermeister Klaus Friedrich und Bauamtsleiter Stefan Bublack fügten hinzu, dass die Stadt in den kommenden Wochen prüfen wolle, ob und an welchen Bänken in der Fußgängerzone Rückenlehnen angebracht werden oder inwieweit weitere Bänke mit Rückenlehnen errichtet werden können.

Mit diesem Versprechen des Magistrats gaben sich die Mitglieder der beiden Ausschüsse zufrieden. Sie lehnten daher auch den Antrag der Aktiven Bürger ab, über einen neuen Posten 4000 Euro für die Finanzierung von Rückenlehnen an Bänken bereitzustellen.

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