Bauleitplanung für „Hanse-Park“ an der Raiffeisenstraße auf den Weg gebracht

Mehr Platz für Gewerbe geschaffen

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Korbach - Das geplante Gewerbegebiet an der Raiffeisenstraße ist baurechtlich noch nicht ganz in trockenen Tüchern - schon stellt sich die Frage: Wo soll Korbach künftig Gewerbe ansiedeln?

Das Korbacher Gewerbegebiet wächst weiter in Richtung Nordwesten: Für die rund 25 Hektar große Fläche - das entspricht etwa 25 Fußballfeldern - an der Raiffeisenstraße mit dem Arbeitstitel „Hanse-Park“ soll nun Baurecht geschaffen werden. In dieser Woche haben die Ausschüsse über die Bauleitplanung beraten, in der kommenden Woche stimmen die Stadtverordneten über die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal ab.

Der Blick der Kommunalpolitiker richtet sich jedoch noch weiter nach vorne: „Wir haben für dieses Gewerbegebiet mehr als zehn Jahre gebraucht und müssen jetzt schnell strategisch überlegen, wie es in Korbach weitergeht“, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich am Dienstag im Bauausschuss. Ziel müsse für die Stadt sein, weiter attraktiv für Unternehmen zu bleiben - und Gewerbetreibenden Flächen anbieten zu können. Zwar gebe es noch einige Lücken in den bestehenden Gebieten, doch stellten sich der Stadt nun Fragen dazu, wie sie künftig mit Landerwerb und Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz umgehen wolle, so Friedrich.

Ganz ohne Debatte ging indes auch das Gewerbegebiet an der Raiffeisenstraße nicht durch die Gremien: Das Areal soll über einen neuen Kreisverkehr auf der Bundesstraße 251 in der Höhe des Gartencenters Meckelburg (Am Ziegelgrund) angebunden werden. Der Kreisel ist zwar nicht Teil des aktuellen Bauleitverfahrens - Baurecht wurde für ihn schon 2009 durch eine Verwaltungsvereinbarung geschaffen -, doch Achim van der Horst (SPD) zweifelte im Bauausschuss an, dass das Rondell auf der Umgehung wirklich notwendig ist: Dort seien keine nennenswerten Verkehrsströme und damit verbundene Konflikte vorhanden.

SPD und Grüne enthielten sich deshalb bei der Abstimmung im Ausschuss. Die Fraktion mache ihre Entscheidung davon abhängig, ob in der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch eine schlüssige Begründung der Straßenbaubehörde Hessen-Mobil für den Kreisverkehr vorgelegt werden können, erläuterte Henrik Ludwig das Abstimmungsverhalten der SPD-Fraktion. CDU, FDP und Freie Wähler stimmten für die Bauleitplanung.

Kritik gibt es auch an der Bezeichnung „Hanse-Park“. Ralph Backhaus (SPD) bezeichnete die Namenswahl als „kontraproduktiv“: Das Alleinstellungsmerkmal Hansestadt werde dadurch entwertet.(lb)

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