Kirchenkreisamt Waldeck-Frankenberg baut um · Mitarbeiter ziehen während Bauzeit in alte Polizeistat

Mehr Platz für die Kirchen-Verwaltung

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Die Visualisierung des Ingenieurbüros Kepplin + Kampkötter zeigt, wie sich das Kirchenkreisamt nach dem Umbau präsentiert. Kleines Bild: Bernd Merhof, Leiter des Kirchenkreisamtes, Dekanin Eva Brinke-Kriebel und Bauingenieur Jürgen Kepplin mit dem Modell. Foto: Lutz Benseler

Korbach - Zur Einweihung im Herbst 2015 soll es ein großes Fest geben: Für 1,9 Millionen Euro wird das Kirchenkreisamt in Korbach umgebaut. So lange ziehen die gut 40 Mitarbeiter in die ehemalige Polizeistation in der Hagenstraße.

. Mehr Platz und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, Brandschutz nach aktuellen Vorschriften und Einsparungen beim Energieverbrauch: Mit einem neuen Anbau und der Sanierung des 1897 errichteten Altbaus will das Kirchenkreisamt Waldeck-Frankenberg gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. „Wir machen es richtig oder gar nicht“, sagt Bernd Merhof, Leiter der Einrichtung, in der die Verwaltung der beiden Kirchenkreise Eder und Twiste-Eisenberg zusammengefasst ist. Ziel sei, das Amt zukunftsfähig zu machen, so Merhof.

Aufgaben gewachsen

Denn gewachsen sind in den vergangenen Jahren nur die Aufgaben und die Personalausstattung der regionalen Kirchenverwaltung - die Räume blieben: 2006 fusionierten die Rentämter der Kirchenkreise in Wal- deck-Frankenberg zum zentralen Kirchenkreisamt. Gleichzeitig habe die Landeskirche immer mehr Aufgaben auf die mittlere Ebene umgeschichtet, erläutert Merhof. So wird das Gebäudemanagement seit einigen Jahren auch von Korbach aus organisiert. Neben dem Kirchenkreisamt sind außerdem auch die Büros von Dekanat und Stadtkirchengemeinde in dem Haus untergebracht.

Die Folge: „Die Platzverhältnisse entsprechen nicht der Arbeitsstättenverordnung“, erklärt der Korbacher Bauingenieur Jürgen Kepplin, der den Umbau plant. Das vor fast 120 Jahren von Architekt August Orth geplante Gebäude war schließlich als Pfarr- und Gemeindehaus der St. Kiliansgemeinde gedacht. Und auch der in den 1960er-Jahren errichtete Anbau entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Letzterer soll deshalb einem fünfgeschossigen Neubau weichen. Auf 660 Quadratmetern entstehen geräumige Büros für die Mitarbeiter, Besprechungs- und Sozialräume und ein neuer großzügiger Eingangsbereich. Auch der Altbau wird saniert, erhält unter anderem ein neues Dach mit Dämmung. Ein Schmankerl für den Denkmalschutz: Nach historischem Vorbild werden wieder vierteilige Holzfenster eingebaut. Die Farbgestaltung der Fassade soll an die ursprünglichen Backsteinmauern erinnern. Innen werden die alten Dielenböden wieder freigelegt.

Barrierefreies Haus

Der komplette Gebäudekomplex aus Alt- und Neubau bekommt eine neue Gasheizung, moderne Brandschutztechnik und eine neue Elektrik und wird barrierefrei sein. Dafür sorgen unter anderem ein Aufzug und behindertengerechte Toiletten. Schließlich bekommen die Parkplätze noch ein neues Pflaster.

Während der Bauzeit, die eineinhalb Jahre dauern soll, wird die Verwaltung mit Sack und Pack in die ehemalige Polizeistation in der Hagenstraße verlegt. Der generalstabsmäßig geplante Umzug ins Übergangsdomizil soll vom 20. bis 24. März über die Bühne gehen.

Mit Umzügen und zusätzlichem Mobiliar summieren sich die Kosten für den Umbau auf insgesamt 2,1 Millionen Euro. Ein Drittel der Kosten tragen die beiden Kirchenkreise, den Rest der Zweckverband Kirchenkreisamt. Stadt Korbach und Landeskirchenamt geben Zuschüsse von jeweils 50 000 Euro.(kb)

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