2,5-Millionen-Projekt: Becken in der Laake sollen Innenstadt vor Fluten bewahren

Mehr Schutz bei starkem Regen

Korbach - Durchschnittlich zwei Millionen Euro hat die Stadt seit dem Unwetter in 2006 pro Jahr in den Hochwasserschutz investiert. In der Laake entsteht aktuell ein neues kombiniertes Hochwasser- und Regenrückhaltebecken.

„Das ist derzeit eine unserer größten Baumaßnahmen“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Bei Starkregen wird in der Laake künftig Wasser aus dem Stadtquartier zwischen Schlesischer Straße, Louis-Peter-Straße und der unteren Briloner Landstraße gesammelt. Das System funktioniert in zwei Stufen: Zunächst wird das Regenüberlaufbecken aus dem Kanalnetz geflutet. Eine Rechenanlage fischt zuvor grobe Verunreinigungen aus dem Wasser. Erst wenn das 360 Kubikmeter fassende Becken gefüllt ist, läuft das Wasser in das sogenannte Regenrückhaltebecken über – ein offenes Erdbecken mit einem tieferen und einem Flachwasserbereich und einem Volumen von 2700 Kubikmetern. Von dort kann das Wasser dann dosiert über einen Graben in die Kuhbach abfließen. Das Regenüberlaufbecken in Stahlbetonbauweise ist bereits in den vergangenen Monaten errichtet worden. Derzeit entsteht das große Erdbecken. Für den Betrieb der Hochwasserschutzanlage werden außerdem in der Louis-Peter-Straße und in der Schlesischen Straße auf 300 Metern Länge neue Kanäle bis zum Regenüberlaufbecken verlegt. Die Bauarbeiten dort sollen am 11. August beginnen. Mehr Hochwasserschutz für die Innenstadt ist ein wichtiges Ziel in Korbach, seit Regenfluten im Sommer 2006 für eine Überschwemmung sorgten. Im Parkhaus schwammen damals die Autos wie Treibholz im Untergeschoss. Die Stadt hat seither Millionen in Kanäle und Rückstaubecken investiert. Friedrich: „Für unsere Maßnahmen zum Überflutungsschutz geben wir seit dem Starkregen in 2006 durchschnittlich zwei Millionen Euro pro Jahr aus.“Zum Netzwerk der entstandenen Regenrückhaltebecken gehören etwa zwei große Bassins stadtauswärts an der Flechtdorfer Straße, ein Becken unter dem Parkplatz an der Arolser Landstraße/Ecke Waldmannsbreite sowie der Stauraum an der Briloner Landstraße.

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