Flechtdorferin Susan Henry tritt bei Intercontinental-Schönheitswettbewerb an

Miss-Wahl mit goldenem Maß-Bikini

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Susan Henry tritt bei der Wahl zur Miss Intercontinental in Aachen an.

Diemelsee-Flechtdorf - Miss Deutschland Susan Henry aus Flechtdorf steht vor ihrer nächsten großen Herausforderung: Am morgigen Freitag tritt die 21-Jährige bei der Wahl zur Miss Intercontinental in Aachen an.

Schuhgröße 39, braune Augen, Hobbys: Lesen, Reisen, Singen. Noch liegt Miss Deutschland zwischen ihren Mitbewerberinnen aus Georgien und Guadeloupe auf Platz 18 der alphabetisch sortierten Teilnehmerliste, die auf der englischsprachigen Internetseite des Veranstalters zu sehen ist. Ob Susan Henry am Freitagabend beim Wettbewerb in der Aachener Spielbank ganz vorne landet, hängt vom Votum der Jury und damit im wahrsten Sinne des Wortes maßgebend von anderen Attributen ab als von Augenfarbe und Steckenpferden.

Jury mit Boxer

Die insgesamt 54 Kandidatinnen aus fünf Kontinenten werden von sieben Männern und einer Frau beurteilt: Kai Noll ist dabei, der als Schauspieler in der RTL-Serie „Unter uns“ bekannt wurde. Außerdem der ­Autor und plastische Chirurg Dr. Yasar Sarigül, die „Soullegende“ Keith Tynes, Jessica Hartman, Miss Intercontinental 2011, oder auch der „Koloss von Köln“. Hinter diesem Namen verbirgt sich der deutsch-libanesische Schwergewichtsboxer Manuel Charr, dessen Siegesserie nach 21 Kämpfen im September von Vitali Klitschko beendet wurde.

Susan Henrys Sternstunde schlug am Pfingstsonntag dieses Jahres. Bei der Wahl zur Miss Deutschland in Halle an der Saale setzte sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durch. An ihr neues Leben als Schönheitskönigin mit vielen Auftritten, Interviews und Fotosessions musste sie sich erst gewöhnen. Zumal es ausgerechnet kurz vor ihren Abiturprüfungen begann. Doch auch ihre Schulkarriere konnte sie krönen.

Hilft der Heimvorteil?

Für die Miss mit Hochschulreife hat der Intercontinental-Wettbewerb am 10. November begonnen. Über Frankfurt, Berlin, Köln und Dortmund ging es nach Aachen. „Für unser tägliches Telefonat bleibt kaum noch Zeit. Seit Dienstag läuft dort die heiße Phase“, wie Susan Henrys Vater Bernd gestern berichtete, „mit Kostüm- und Laufstegproben“.“

Seiner Tochter die vorgeschriebene Bademode zu beschaffen, hatte den Flechtdorfer zunächst vor größere Probleme gestellt. Laut Reglement muss es ein goldener Bikini sein. „Doch die Exemplare, die wir im Internet entdeckten, sahen alle nach Karnevalskostüm aus“, schildert der achtfache Familienvater. Die Designerin eines Herstellers für Golfbekleidung, mit der Henry an seinem Arbeitsplatz zufällig ins Gespräch kam, schneiderte der Kandidatin dann eigens einen glänzenden „Wettkampfanzug“.

Damit unter die ersten 15 zu kommen, hält Henry durchaus für möglich. Vielleicht helfe Miss Deutschland dabei auch der Heimvorteil, hofft er. Henry selbst kann morgen nicht in Aachen mit dabei sein. Seine Frau und Susans Schwestern reisen mit in die westlichste deutsche Großstadt. „Ich bin aber schon jetzt stolz, dass Susan zu den schönsten Frauen der Welt zählt“, betont der Flechtdorfer. Allerdings könnte der Titelgewinn die Lebensplanung der 21-Jährigen gehörig durcheinanderbringen. Miss-Wahl statt Hörsaal würde es dann wohl weiter heißen.

Dass sich keine Freundschaften bilden, wenn mehr als 50 von ihnen zusammen in einem Tross von Hotel zu Hotel ziehen, habe ihm seine Tochter schon erzählt. Schließlich seien sie ja auch als Konkurrentinnen unterwegs, sagt Henry. Susan beherzige allerdings seinen Ratschlag, sich lieber einmal mehr als einmal zu wenig zurückzuhalten und komme deshalb ganz gut zurecht mit dieser speziellen Miss-Stimmung.

Die Wahl zur Miss Intercontinental wird am morgigen Freitag ab 20 Uhr im Internet übertragen. Auf der Seite www.missintercontinental.com gibt es weitere Informationen zum Schönheitswettbewerb.

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