„Solarstrommacher“ spenden Technik im Wert von 10 000 Euro an Berufliche Schulen

„Mit Wind und Sonnenlicht kochen“

+
„Schüler für Nachhaltigkeit sensibilisieren“: Um das Team der Beruflichen Schulen um Werner Schmal (vorne, rechts) und Dirk Michel (Mitte) zu unterstützen, spendieren die „Solarstrommacher“ – vertreten durch Stephanie Köhler – hochwertige Technik.

Korbach - Um Interesse für regenerative Energiegewinnung und den Umgang mit innovativen Techniken zu wecken, sind die Beruflichen Schulen Korbach-Bad Arolsen beim hessenweiten „Tag der Nachhaltigkeit“ am Mittwoch mit von der Partie. Die passende Ausrüstung spendieren die „Solarstrommacher“.

Vorsichtig tragen die Schüler von Fachpraxis-Koordinator Dirk Michel Windrad-Rotor, Photovoltaikplatten und Wechselrichter auf den Hof der Berufsschule, wo andere Schüler bereits einen kleinen Backofen aus Lehm und Steinen errichtet haben.

Passend zum Thema regenerative Energiegewinnung und Nachhaltigkeit, dem sich die Klasse in dieser Woche widmet, strahlt die Sonne auf die hochwertige Technik, mit der Strom aus Wind und Licht erzeugt wird. „Eine solche Spende bekommt die Schule nicht jeden Tag“, freut sich Schulleiter Werner Schmal über die Anlagentechnik im Wert von 10?000 Euro und bedankt sich stellvertretend bei Stephanie Köhler.

Die Korbacherin gehört zu den „Solarstrommachern“ um Energieberater André Schön, die seit Ende August im neuen Korbacher Energiezentrum an der Wildunger Landstraße zu Hause sind. „Wir bieten alles, was mit regenerativer Energiegewinnung zu tun hat, an“, berichtet Stephanie Köhler.

Laut Schmal ist der Kontakt entstanden, als die Schule für die Aktionen zum „Tag der Nachhaltigkeit“ besondere Ausstattungsgegenstände gesucht habe. „Unser Wechselrichter war kaputtgegangen“, erklärt Michel, ebenfalls Mitglied der Schulleitung. Dass die Schule dann gleich so gut ausgerüstet werde, damit habe er keineswegs gerechnet. Umso größer ist die Freude, denn: „Wir versuchen, unsere Schüler über verschiedene Projekte für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, auch weil sie das Gelernte mit in ihre Betriebe nehmen“, erklärt Michel. „Darüber hinaus wollen wir Schüler in das Berufsleben entlassen, die mit innovativen Techniken arbeiten und Kunden die Angst vor diesen nehmen können.“ (nv)

Zu diesen Projekten zählen nicht zuletzt die Aktionen zum „Tag der Nachhaltigkeit“. „Wir werden zum Beispiel mit Wind und Sonnenlicht Kaffee kochen“, nennt der Lehrer ein Beispiel. „Dirk Michel hat viele zündende Ideen gehabt“, verweist Schmal auf das gesamte Programm.

„Bei mir steckt da einfach Herzblut drin, denn das alles sind super Techniken“, betont Dirk Michel, der Windrad und Photovoltaikplatten am liebsten gleich installieren würde. Für die Zukunft der Schule, deren Sanierung ansteht, wünscht er sich daher, dass in Zukunft möglichst viel Energie selbst produziert und CO2 eingespart wird. Stephanie Köhler kann diese Pläne nur unterstützen: „Man muss zunächst investieren, bekommt das aber tausendfach zurück.“

Programm

„Vielfältig, nachhaltig, hessisch: Bei uns hat Energie Zukunft“ – unter diesem Motto steht der zweite hessische „Tag der Nachhaltigkeit“ am Mittwoch.

Die Beruflichen Schulen Korbach-Bad Arolsen beteiligen sich mit interessanten Aktionen: Kernstück ist, die rund 3000 Schüler und 150 Lehrer aufzufordern, einen autofreien Schultag einzulegen. Sie sind eingeladen, zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Kasseler Straße nach Korbach zu kommen, um sich auf dem zum Marktplatz umgestalteten Pausenhof zu informieren.

Dort präsentieren sich verschiedene Fachfirmen wie die „Solarstrommacher“, und diverse Elektrofahrzeuge, vom Auto über den Segway bis zum E-Bike, werden gezeigt. Schüler stellen Projektarbeiten vor: Mithilfe der spendierten Technik (weiterer Text) kochen sie Kaffee mit Wind und Sonnenlicht. Andere servieren über Buchenholz zubereitete Speisen und Brot aus einem selbst gebauten Ofen. Eine weitere Klasse erläutert den Energiebedarf der Schule und zeigt neue Wege auf.(nv)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare