Flüchtlinge in Korbach – 650 Besucher bei Bürgerinformation der Stadt

„Miteinander gut leben“

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"Miteinander gut leben"

Korbach. „Wer mehr weiß, hat vielleicht weniger Bedenken“: So formulierte Bürgermeister Klaus Friedrich die Absicht, mit der Informationsveranstaltung am Montag möglichst viele Bürger zu erreichen.

Es hat offensichtlich funktioniert. Zehn Tage nach der von der Landesregierung „befohlenen“ Aufnahme von 300 Flüchtlingen in der Sporthalle der Beruflichen Schulen wollten rund 650 Besucher einiges wissen: Wie verläuft der Alltag in der Außenstelle der hessischen Erstaufnahme? Was benötigen die Flüchtlinge an Hilfe und Spenden? Aber auch: Warum fliehen so viele junge Männer ohne ihre Familien? Warum ist das Gelände an den Beruflichen Schulen umzäunt? Werden bald Wohnungen und Häuser für die Unterbringung beschlagnahmt? Und was ist dran an den Gerüch(t)en, in der Unterkunft würden häufig Drogen konsumiert?

Überhaupt nichts, wie aus einem der wichtigsten Wortbeiträge des Abends hervorging. Aus polizeilicher Sicht habe es keinerlei Vorfälle gegeben, berichtete Uwe Kümmel, Leiter der Korbacher Polizeistation. Vielmehr sei es völlig unverständlich, warum Mitbürger derlei Unwahrheiten in die Welt setzten. „Zu uns kommen Menschen, keine Straftäter“, sagte Kümmel und schilderte den Zuhörern seine bleibenden Eindrücke von der Ankunft der sichtlich von ihrer tagelangen Odyssee erschöpften Flüchtlinge. Einzig wegen eines innerhalb des Geländes vermuteten Diebstahl untereinander hätten Polizisten bislang ermittelt.

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