Vertreterversammlung in Korbach - Wanderführer besser ausbilden

Mitgliederrückgang macht Wanderverband Hessen zu schaffen

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Mit Wanderschuh auf der Vertreterversammlung: Manfried Hering, Vorsitzender des Wanderverbandes Hessen (links), und Hubert Thorwirth, Vorsitzender des HWGHV.

Korbach. Der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein (HWGHV) als Gesamtverein war am Samstag in Korbach der Gastgeber bei der Vertreterversammlung des Wanderverbandes Hessen. Der Wanderverband mit Vorsitzendem Manfried Hering umfasst elf Gebietsvereine mit insgesamt 37 850 Mitgliedern.

Korbach. Der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein (HWGHV) als Gesamtverein war am Samstag in Korbach der Gastgeber bei der Vertreterversammlung des Wanderverbandes Hessen. Der Wanderverband mit Vorsitzendem Manfried Hering umfasst elf Gebietsvereine mit insgesamt 37 850 Mitgliedern.

Für die Stadt Korbach sprach Erster Stadtrat Günther Trachte ein Grußwort, und für den HWGHV Korbach hieß Vorsitzender Wolfgang Töniges die Versammlungsteilnehmer willkommen. Aus den Berichten der Landesverbands-Fachwarte ging hervor, dass die abnehmende Mitgliederzahl zwar ein Problem darstellt, dass man aber auch rege nach Verbesserungen für die Zukunft der Wandervereine sucht.

„Wandern und Kultur“

„Mit Qualität überzeugen und gemeinsam stark sein“ nannte Landeswanderwartin Annelies Roth das Motto. Als wichtiges Thema gilt unter anderem die Wanderführerausbildung. Von Veranstaltungen „Wandern und Kultur“ berichtete Landeskulturwartin Rosemarie Langefeld. Laut Landeswegewart Carl-Michael Sauer sollen nun jährlich zwei Hessenwege in voller Länge überprüft, neu markiert und dokumentiert werden.

Zum HWGHV mit Sitz in Kassel zählen 30 Zweigvereine mit zusammen 4000 Mitgliedern. Seit zwei Jahren ist Hubert Thorwirth dessen Vorsitzender. Im Gespräch mit der WLZ erzählte er von seinem „Herzensanliegen“, der Förderung von Jugend- und Familienarbeit. Hierzu sei eigens die Satzung geändert worden, damit die Jugend- und Familienarbeit in der Gemeinnützigkeit an erster Stelle steht. Verjüngung hält Thorwirth in seiner Organisation für sehr wichtig und meint, dieses Thema sei in der Vergangenheit zu kurz gekommen.

Um junge Leute und Familien zu unterstützen, sei beispielsweise für Mitglieder ein Ausflug zum Nationalparkhaus samt Führung sowie eine Fahrt zum Tierpark Sababurg geplant. Dafür übernimmt der Verein die Kosten. Toll laufe dagegen immer schon die Seniorenarbeit unter den Wanderern, hieß es. Ein bisschen stolz ist Thorwirth, dass man „den Deutschen Wandertag 2020 nach Bad Wildungen und die Erlebnisregion Edersee geholt“ hat. Dort sei der HWGHV Ausrichter. Man hoffe auf 30 000 Besucher und wolle die Region durch den Wandertag bekannter machen. (ut)

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