Wie das Virus den Alltag verändert

„In Zeiten von Corona“: Mitmach-Ausstellung im Korbacher Museum

Rufen zum Mitmachen auf: (von links) Karin Hentschel, Susanne Zimmerer, Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Bürgermeister Klaus Friedrich und Ute Jennemann mit den Plakaten zur Ausstellung „In Zeiten von Corona“.
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Rufen zum Mitmachen auf: (von links) Karin Hentschel, Susanne Zimmerer, Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Bürgermeister Klaus Friedrich und Ute Jennemann mit den Plakaten zur Ausstellung „In Zeiten von Corona“.

Die Corona-Krise ist ein historisches Ereignis. Auch wenn die Auswirkungen der Krise noch nicht feststehen, Geschichte schreibt sie schon jetzt. Das Wolfgang-Bonhage-Museum plant eine Ausstellung zur Pandemie, bei der die Korbacher mitmachen können.

Korbach – Unter dem Titel „In Zeiten von Corona“ bietet vom 1. November 2020 bis zum 10. Januar 2021 der Sonderausstellungsraum des Museums ein stetig reicher werdendes Forum für Erfahrungen und Berichte. Vitrinen, Rahmen und Podeste stehen bereit für Geschichten und Objekte.

Corona betrifft uns alle: Die Zeit des Lockdowns ist vorüber, doch befinden wir uns immer noch mitten in der Pandemie. Schon jetzt ist gewiss: Unser Alltag und unser Zusammenleben haben sich dauerhaft verändert. Das Wolfgang-Bonhage-Museum lädt gemeinsam mit dem Jugendhaus, der Stadtbücherei, der Kindergarten-Sozialarbeit und der Waldeckischen Landeszeitung die Korbacher ein, von ihren Erfahrungen in Zeiten von Corona zu berichten: „Was hat den Alltag bestimmt, was hat sich verändert? Welche – kreativen – Aktivitäten sind mit der Zeit des Lockdowns verbunden gewesen? Haben sich neue Kommunikationsformen entwickelt? Was ist entstanden, das es ohne Corona nicht oder nicht so gegeben hätte? Was sollten wir aus der Pandemie lernen?“, listet Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen auf.

Die Teilnehmer sollten die Berichte mit einem Gegenstand, einem Bild, einem Foto, Kunstwerk oder Video verknüpfen, das zeige, wie sie die Folgen und Auswirkungen von Corona erlebt und verarbeitet hätten, so Völcker-Janssen: „Das kann das von den Kindern gemalte Regenbogenbild sein, das Spiel, das die Familie wiederentdeckt hat, die Gießkanne, die den Garten zum Blühen gebracht hat, die Inliner, die wieder rollen oder das Buch, für das endlich Zeit war.“

„Es geht darum, einen anderen Blick auf die Dinge zu bekommen: Das Glas kann eben nicht nur halb leer sondern auch halb voll sein“, sagt Bürgermeister Klaus Friedrich. „Die Ausstellung soll neue Sichtweisen auf die Pandemie eröffnen und nicht nur das Negative in den Vordergrund stellen“, ergänzt Ute Jennemann, Leiterin des Korbacher Sozial- und Kulturamtes.

Viele hätten in den vergangenen Monaten nach neuen Wegen suchen müssen und dabei positive Erfahrungen gemacht, führt Karin Hentschel von der Kindergartensozialarbeit an. Die Zeit nach dem Lockdown könne genutzt werden, um persönlich Bilanz zu ziehen, sagt Susanne Zimmerer, Leiterin der Stadtbücherei: „Jetzt ist genau die richtige Zeit, um zu reflektieren: Was will ich eigentlich? Was ist mir wichtig?“

So beteiligen Sie sich an der Ausstellung im Korbacher Museum

Geben Sie Ihre Geschichte (maximal eine DIN-A4-Seite) und Objekte vom 18. Oktober bis zum 13. Dezember im Museum, in der Stadtbücherei, im Jugendhaus, in den Städtischen Kindergärten oder bei der Waldeckischen Landeszeitung ab. Oder mailen Sie an: museum@korbach.de. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und eine Tel.-Nr. an, damit Sie Ihre Objekte nach Ausstellungsende zurückbekommen. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Name öffentlich wird, geben Sie dies bitte an. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden drei Hanse-Gutscheine im Wert von je 50 Euro verlost. Alle erhalten außerdem freien Eintritt.

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