Korbach

Mitreißender musikalischer Querschnitt

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- Korbach-Rhena (ahi). 100 Jahre und kein bisschen leise: Der Musikverein Rhena feierte am Wochenende mit einem Ritt durch die verschiedenen Musikstile ein Jahrhundert Vereinsgeschichte.

Den musikalischen Auftakt in der Rhenaer Goddelsberghalle übernahm die Jugendgruppe unter Leitung von Heikel Henkel. Die Mitglieder brachten den Saal mit einer fetzigen Version von „Rock around the Clock“ und einem dynamisch gut ausbalancierten „Final Countdown“ zügig auf Betriebstemperatur. Heike Henkel übergab danach den Taktstock an Theo Piskorz, setzte aber später mit ihrem Saxophon bei „Bohemian Rhapsody“ noch einmal markante Akzente.

Karl-Heinz Beil wich bei seinem Arrangement von „My Way“ vom Standard ab und übertrug die Melodiearbeit der Solotrompete. In die Fußstapfen von Frank Sinatra trat Kurt Kleine, der sich aber nicht weiter um die großen Schatten seines Vorgängers scherte. Er überzeugte gerade deshalb als „The Voice“, weil er unbeirrt seinen eigenen musikalischen Weg ging.

Auch die „Memories of Cole Porter“ gerieten zum gelungenen Ausflug ins Frank-Sinatra-Land. Jean Treves hatte die Klassiker im Tanzkapellenstil arrangiert. Theo Piskorz schwang seinen Taktstock zu „True Love“ hingegen als Walzer, „Beguin the Beguine“ als Rumba und „Wunderbar“ als Wiener Walzer. Bei Offenbachs „Cancan“ bedurfte es keiner expliziten Aufforderung zum Mitklatschen. Durch das dreieinhalbstündige Programm führte Conferencier Horst Kraft mit viel Humor und Sachverstand.

Mit „The Saints Hallelujah“ – einer Kombination des Spirituals „When the saints“ und Händels Halleluja“ – marschierten die Gäste vom Leipziger Bläserquintett „Embrassment“ ein. Die Musiker setzten klassische Akzente, ehe sie sich fürs Finale ins Musikvereinsorchester eingliederten.

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